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Schkeuditz Kurzer Weg zum Übungsplatz
Region Schkeuditz Kurzer Weg zum Übungsplatz
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15:20 19.05.2015
Der "Kurze Weg" - so soll diese Straße künftig heißen - zur Namensfindung hat etwa ein Jahr gedauert. Quelle: Olaf Barth

Die Benennung der Straße erfolgt auf Antrag des Airports. Der neue Straßenname hat dabei mitnichten etwas mit der Geschwindigkeit zu tun, in der zu ihm eine Einigung erzielt wurde.

Um den vielen Feuerwehren, die hier an der nördlichen Start- und Landebahn an der Boeing 747-Attrappe üben oder im Brand-Container trainieren wollen, eine bessere Orientierung zu bieten, hatte der Flughafen bei der Stadt Schkeuditz beantragt, der Zufahrt zum Fire-Training-Center (Feuer-Trainingszentrum) einen Namen zu geben. Bisher war und ist der etwa 100 Meter lange Weg von der Ernst-Thälmann-Straße zum Übungsplatz der Wehren namenlos. Nun soll diese Straße "Kurzer Weg" heißen.

Der Name sei sowohl von Glesiener Ortschaftsräten als auch von Einwohnern des Ortes vorgeschlagen worden. Der Vergabevorschlag erfolgt im Einvernehmen mit dem Ortschaftsrat Glesiens, heißt es in der Beschlussvorlage. Weshalb dies betont wird, hat mit einem - im Gegensatz zur jetzt vorgeschlagenen Wegbezeichnung - lang andauernden Streit zwischen der Stadtverwaltung und dem Glesiener Ortschaftsrat zu tun.

Letzterer sollte schon im Februar zu dem Vorschlag der Verwaltung entscheiden, der dem Weg den Namen Heinrich-Hertel-Straße geben sollte. Zu kurz sei die Straße, um sie nach dem Schkeuditzer Feuerwehrgründer zu nennen. Auch wollten die Glesiener einen Verdienten der Wehr aus dem Ort und schlugen selbst Kurt Wernicke vor. Das wiederum war der Stadtverwaltung nicht genehm. Zu vage sei, dass jener Glesiener Feuerwehrmann kein Nationalsozialist war, hieß es zur Ablehnung.

Bei Diskussionen zum Namen soll betont worden sein, dass die Glesiener bei der Straßenbezeichnung gar nicht gefragt werden müssten und man solle doch einfach einen Beschluss fassen. In nichtöffentlicher Sitzung soll es sogar derart heiß her gegangen sein, dass der Ortsvorsteher Glesiens den Saal verließ. Noch bevor im September der Beschluss zum Verwaltungsvorschlag "Towerblick" gefasst werden konnte, war es der Dölziger Ortsvorsteher Lothar Böttcher, der einen Einigung anmahnte. "Wir haben noch nie gegen das Votum eines Ortschaftsrates abgestimmt", sagte er und bot bei einer Vermittlung zwischen Stadtverwaltung und den Glesienern dabei zu sein. Dieser erneuten Entscheidungsfindung stimmten beide Seiten zu (die LVZ berichtete).

Sollten die Stadträte den Beschluss heute fassen, "werden die Schilder bestellt und dann angebracht", informierte Stadtsprecher Helge Fischer zum weiteren vorgehen. Das geschieht dann übrigens auf Kosten des Flughafens.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.11.2013
Roland Heinrich

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