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Schkeuditz LVB investieren in Schkeuditz-Trasse
Region Schkeuditz LVB investieren in Schkeuditz-Trasse
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06:00 21.08.2010
Damit die Bimmel auch künftig bis Schkeuditz rollen kann, wird bis zur Haltestelle Altscherbitz ein neues Stromkabel verlegt. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Doch neben Verkehrsbehinderungen bedeutet das auch: Die Bimmel wird auch künftig nach Schkeuditz rollen.

Das in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses vorgestellte LVB-Projekt hat genau genommen bereits voriges Jahr begonnen. Denn da wurde von Lützschena beginnend bis zum Schrägweg/Hallesche Straße der erste von vier Bauabschnitten realisiert. Die weitere Strecke auf Schkeuditzer Flur bis zur Haltestelle Altscherbitz ist in die Bauabschnitte zwei bis vier eingeteilt: Der zweite bis zur Modelwitzer Straße soll von Oktober bis November, der dritte bis zur Paetzstraße 2011 und der vierte bis zur Haltestelle Altscherbitz 2012 fertiggestellt werden.

„Natürlich müssen wir darauf drängen, dass der Verkehr so organisiert wird, dass der Schulbus möglichst gar nicht und die Anlieger nicht über die Maßen beeinträchtigt werden“, sagte Bürgermeister Manfred Heumos (CDU). Genau deshalb werde die Stadt ja vor dem Baustart auch einbezogen. Dass es nicht ohne Behinderungen ablaufen kann, sei jedoch auch klar. Aber: „Dieses Bauvorhaben ist ein gutes Zeichen. Denn es bedeutet, dass der Straßenbahnverkehr nach Schkeuditz nicht eingestellt wird.“ Entsprechende Befürchtungen hatte es zuletzt meist dann gegeben, wenn der mitfinanzierende Landkreis Nordsachsen und die LVB über die Aufteilung der Kosten verhandelten. Manch Kreisrat hatte da schon die Mitfinanzierung dieses Teils des Öffentlichen Personennahverkehrs infrage gestellt. Doch schließlich wurde auch seitens der Landkreises immer versichert, die Straßenbahnlinien nach Schkeuditz und Taucha nicht zur Disposition stellen zu wollen.

Auch für die LVB ist ein Ende der Schkeuditzer Traditionslinie offenbar keine Option. „Die Erneuerung der Stromversorgung ist ein Bestandteil von Maßnahmen, die den Straßenbahnbetrieb nach Schkeuditz langfristig sichern. Hierzu gehören unter anderem die Erneuerung der Fahrleitung, der Neubau des Bahnstromunterwerkes in Lützschena sowie der Einsatz der neuen bestellten XXL-Fahrzeuge auf der Linie 11“, teilte Frank Dietze von der LVB-Pressestelle auf LVZ-Anfrage mit. Allein für die Erneuerung der Bahnstromtrasse würden eine Million Euro investiert.

Die Baustelle soll laut Dietze in ihrer Länge so kurz wie möglich gehalten werden, deshalb auch die Aufteilung in Bauabschnitte. Pro Abschnitt soll die Baustelle maximal 500 Meter lang sein. „Diese liegt technologisch in den Kabellängen begründet. Kürzere Abschnitte sind daher nicht überall möglich“, so Dietze. Nötig werde die Erneuerung der Kabel, da die zirka 40 Jahre alte Trasse sehr störanfällig sei. Im Technischen Ausschuss wurde erklärt, dass eine Verlegung im Gleisbett der LVB aus verschiedenen örtlichen und technologischen Gründen nicht möglich sei, so dass das Kabel im öffentlichen Verkehrsraum verlegt werden muss.

Olaf Barth

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