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Schkeuditz Lärmaktionsplan soll erweitert werden - Ergänzung des Maßnahmekatalogs beschlossen
Region Schkeuditz Lärmaktionsplan soll erweitert werden - Ergänzung des Maßnahmekatalogs beschlossen
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16:46 19.05.2015

Auch wenn damals Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) mit Blick auf den Fluglärm die Möglichkeiten zur Lärmvermeidung seitens der Stadt gering einschätzte, wird Schkeuditz jetzt die Planung fortführen.

Ziel dieser Planung ist "die ­Verhinderung beziehungsweise Minderung von Umgebungslärm insbesondere dort, wo die Geräuschbelastung gesundheitsschädliche Auswirkungen haben kann", heißt es im ersten, 2010 verfassten Lärmaktionsplan der Stadt. Betrachtet wurden für diesen Plan jedoch nur Autobahnen und Bundesstraßen mit einem Verkehr von mehr als sechs Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr. Das sind im Schkeuditzer Fall die A 9 und die A 14 sowie die Bundesstraße B 181. Auch wenn der Flughafen als hauptsächliche Lärmquelle angesehen wird, blieb er aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie und der deshalb nicht erfassten Daten unberücksichtigt.

Die jetzige Grundlage für den fortführenden Plan bilden Daten zu Straßen mit mehr als drei Millionen Fahrzeugen im Jahr und zum Flughafen Leipzig/Halle mit mehr als 50 000 Flugbewegungen. 28 Einwohner seien vom Überschreiten der festgelegten Schwellenwerte beim Verkehrslärm betroffen, 1017 beim Fluglärm.

"In welcher Form soll hier die Öffentlichkeit beteiligt werden? Wie sieht die geplante Bildung einer Arbeitsgruppe aus? Dazu müssen Sie doch eine Vorstellung haben", sagte Stadträtin Bärbel Kinski (Freie Wähler) in Richtung Frank Wenzel, Amtsleiter Stadtentwicklung und Wirtschaft, der zuvor zum Vorhaben Ausführungen machte. "Wir wollen die Planungen gerade erst beschließen. Ein Büro wird beauftragt werden. Wie dieses dann die Öffentlichkeit einbezieht - dazu wird es Erfahrungswerte haben", wich Wenzel aus. Auch konkret angesprochene Varianten der Beteiligung, wie etwa Bürgerforen, persönliche Anschreiben oder Gespräche wollte Wenzel weder bestätigen noch verneinen. Aufregung provozierte das in den Besucherreihen. "Sie sind Vertreter der Stadtverwaltung. Sie müssen doch wissen, wie Sie die Bürger involvieren wollen und nicht auf irgendein Planungsbüro verweisen", monierte ein Gast. "Die Bürgerinitiative Gegenlärm bietet bei der Erarbeitung ihre Mithilfe an", sagte Sprecherin Evelyn Hütel.

Die Stadträte beschlossen, die zweite Stufe des Lärmaktionsplans erstellen zu lassen und damit den bestehenden zu erweitern. Laut Gesetzgeber soll das übrigens bis 18. Juli erfolgen. "Diesen Termin zu verschieben, ist kein Problem", informierte Wenzel auf Nachfrage.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.06.2013

Roland Heinrich

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