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Schkeuditz Lärmschutz-Brief: Antwort aus Berlin steht noch aus
Region Schkeuditz Lärmschutz-Brief: Antwort aus Berlin steht noch aus
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21:00 10.08.2010
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Schkeuditz

In dem Schreiben vom 14. Juli forderten die beiden Verfasser mehr Lärmschutz für Schkeuditz.

So regten sie die Berücksichtigung aller Lärmquellen an und schlugen die Errichtung einer Lärmschutzwand auf einem Bahndamm zwischen DHL-Gelände und den Schkeuditzer Stadtteilen Papitz und Modelwitz vor (LVZ berichtete). „Wir haben den Brief erhalten. Die Antwort ist in Arbeit, die Sachverhalte werden sorgfältig geprüft“, sagte gestern im Ministerium Sprecher Ingo Strater.

Derweil teilte Enke mit, dass zu dem Thema ein Brief der Deutschen Bahn AG im Schkeuditzer Rathaus eingegangen ist. Der Inhalt decke sich mit den gestern in der LVZ von Bahnsprecherin Änne Kliem getätigten Aussagen. Bei gesicherter Finanzierung durch den Bund würde die Bahn die geforderte Lärmschutzwand unterstützen. Zudem solle Schkeuditz auf politischer Ebene versuchen, mit diesem Streckenabschnitt in das „Freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes“ Eingang zu finden.

„Wir haben uns über diese Antwort gefreut, der Vorschlag wird sofort aufgegriffen. Uns wurden auch die Ansprechpartner dafür benannt. Im Übrigen bleiben bei uns keine Briefe ungeöffnet liegen“, sagte Enke mit Bezug auf den gestrigen Artikel. Er sei zudem optimistisch, dass es gelingen wird, mehr Lärmschutz zu erreichen. Enke: „Wenn der Wille da ist, gibt es auch einen Weg. Wir sind willens. Natürlich ist die Finanzierung der Knackpunkt. Doch wir werden allen deutlich machen, dass Schkeuditz ein neuralgischer Punkt ist, der prioritär angegangen werden muss.“

Michael Teske von der IG Nachtflugverbot wertet den Brief einerseits positiv: „Sollte wirklich ein wirkungsvoller Lärmschutz gebaut werden, wäre das ein Erfolg für die BI Gegenlärm und eine Entlastung für einen Teil der Fluglärmbetroffenen.“ Andererseits aber sei der Vorstoß etwas scheinheilig. „Der Flughafen tut so, als unternehme er alles für den Lärmschutz und verweist auf die Bahn. Dabei ist er selbst aber zu keinen Zugeständnissen betreffs seiner Betriebsabläufe bereit“, so Teske. Airport-Sprecher Uwe Schuhart sieht das anders: „Wir machen uns für die Stadt stark, gehen auch auf die unterschiedlichen Betroffenheitslagen in dem großen Gebiet ein. Zudem befolgen wir alle Auflagen, sogar weiter als gesetzlich vorgeschrieben. Es ist richtig, alle Verkehrsträger einzubeziehen.“ Auch die Schkeuditzer BI Gegenlärm unterstützt den Brief an Ramsauer. Sprecher Peter Haferstroh: „Ich habe mich ehrlich bei beiden für den Brief bedankt. Er liegt auf der Linie, die wir mit Enke besprochen hatten. Wir erwarten, dass bei einer Absage Ramsauers nicht aufgegeben, sondern weiter Druck gemacht wird.“

Olaf Barth

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