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Schkeuditz Lärmschutz soll Beachtung finden
Region Schkeuditz Lärmschutz soll Beachtung finden
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12:02 23.12.2012
Schkeuditz

Jetzt forderte der Stadtrat, die Änderungswünsche erneut abzuschicken.

„Der Verkehrsflughafen Leipzig/Halle ist für den interkontinentalen Luftverkehr bedarfsgerecht weiter zu entwickeln“, heißt es im überarbeiteten Entwurf des Landesentwicklungsplans, welcher momentan vielerorts eingesehen werden kann – in Schkeuditz verweist man auf das Internet. Erwähnter Punkt sollte auf Anregung der Bürgerinitiative (BI) Gegenlärm und nach Forderung der SPD-Fraktion im Stadtrat um „unter strikter Beachtung des aktiven und passiven Lärmschutzes für die Anwohner“ ergänzt werden (die LVZ berichtete). Diese Forderung unterstrich jetzt erneut Stadtrat Jens Kabisch (SPD). Hintergrund: Der Stadtrat wird eine Stellungnahme nicht neuerlich beschließen, da dessen nächste Sitzung erst am 13. Januar stattfindet, eine Stellungnahme der Stadt aber bis zum 11. Januar beim Sächsisches Staatsministerium des Innern eingehen muss.

Die jetzige neuerliche Forderung, die Ergänzung an jener Passage in der Stellungnahme mit aufzuführen, erhielt Zustimmung unter den Stadträten. Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) sicherte diese Aufnahme auch zu. Zuvor hatte sich BI-Sprecher Peter Haferstroh an die Stadträte gewandt: „Der Flughafen sollte schon bei den Erweiterungsbauten zu effektivem Lärmschutz gezwungen werden. Wir erwarten von der Stadtverwaltung und den Stadträten, dass sie die Missachtung durch die Bearbeiter des Landesentwicklungsplanes nicht einfach hinnehmen“, äußerte er. Dabei wolle die BI nicht an der Erweiterung des Flughafens an sich rütteln. Das sei sein gutes Recht. Vielmehr ginge es der BI darum, dass nicht erst gebaut wird, um dann festzustellen, dass Dezibel-Werte überschritten werden.

Gegenwärtig werde der Entwurf des LEP in der Stadtverwaltung ausgewertet und bearbeitet. „Im Technischen Ausschuss am 8. Januar soll das Thema behandelt werden“, informierte jüngst Stadtsprecher Helge Fischer.

Zum Flughafen heißt es im LEP weiter, dass zu dessen Entwicklung die Betriebsflächen und Abfertigungseinrichtungen bedarfsgerecht bereitzustellen sind. Bei einem Wachstum würden Anpassungen und Erweiterungen im Umfeld des bestehenden Terminals erforderlich möglich werden. Im geänderten LEP-Entwurf neu aufgenommen wurde dieser Abschnitt: „Der Flughafen Leipzig/Halle soll sich zu einem europäischen Frachtdrehkreuz entwickeln. Für den Frachtverkehr sind die Planungen so ausgelegt, dass zirka 1,75 Millionen Tonnen umgeschlagen werden können. Dafür sind beispielsweise Rollbahnen, Vorfelder und Abfertigungseinrichtungen bedarfsgerecht bereitzustellen“. Im vergangenen Jahr lag das Frachtaufkommen des Flughafens bei rund 760 000 Tonnen. In diesem Jahr wird diese Zahl übertroffen werden.

„Darüber hinaus soll Luftfracht auf die Schiene verlagert (Air Cargo Express) und Leipzig/Halle mit anderen Flughäfen besser vernetzt werden“, heißt es im LEP weiter. Ein entsprechender Gleisanschluss ist in diesem Jahr fertiggestellt worden (die LVZ berichtete).

Roland Heinrich

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