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Lärmschutzwand steht jetzt

Lärmschutzwand steht jetzt

Die Lärmschutzwand in Freiroda steht. Innerhalb von nur zwei Monaten wurde das etwa 110 Meter lange Stück errichtet. Allerdings seit Jahren haben die Freirodaer auf eine Wand gewartet - und resignierten.

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Mitarbeiter der Firma Wranik aus Taucha entfernen die Hinweistafel, die Autofahrer bisher zur Autobahn 14 leiteten. Jene, bisher ausgeschilderte Strecke ist wegen der errichteten Lärmschutzwand am Ortsausgang von Freiroda nicht mehr gültig. Die A 14 ist jetzt auf anderem Weg zu erreichen.

Quelle: Roland Heinrich

Freiroda. Den letzten Tiefschlag bezüglich des Bauwerkes gab es für die Anwohner im Mai: Die Wand hatte jetzt nur noch ein Viertel der ursprünglich geplanten Länge.

"Nein, es hat sich kein Freirodaer geäußert - weder positiv noch negativ", sagte gestern Ortsvorsteherin Birgit Gründling. Seit Fertigstellung der Lärmschutzwand am westlichen Ortseingang des Ortes seien ihr keine Reaktionen zu Ohren gekommen. Auf Nachfrage äußerte sich jetzt Gabriele Handke. Die Freirodaerin schätzt die Wirkung der Lärmschutzwand durchaus positiv ein: "Schon bei der Sperrung der Straße war eine Lärmreduzierung zu bemerken. Mit der Fertigstellung der Wand hat sich der Eindruck nocheinmal verstärkt." Hauptsächlich der bisher durch den Ort führende Lkw-Verkehr habe sich deutlich reduziert, was sich besonders im West-Teil der Schkeuditzer Straße bemerkbar mache. Auch habe Handke den Eindruck, dass Autobahnlärm und der Lärm von der östlichen Rollbrücke des Airports abgehalten werden.

Schon etwa seit zehn Jahren wollen die Freirodaer die Lärmschutzwand. Seit 2006 dann war die Wand auch in der Funktion als Kappung der Ortszufahrt im Gespräch. "Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe", sagte damals Ortsvorsteherin Gründling. Von der ehemaligen Staatsstraße S 8 kommend, "donnerten" nämlich, wie es ein Anwohner bezeichnete, die Lkw auf abschüssiger Strecke in den Ort. Der Status "Staatsstraße" verhinderte jedoch die Sperrung am Ortseingang. Das änderte sich mit dem Bau und der Fertigstellung der neuen Straße S 8a. Die Stadt begann zu planen, und im Januar letzten Jahres wurde die Wand vor den Anwohnern vorgestellt.

Zu zeitig, wie sich im Mai dieses Jahres herausstellte. Ein "übereifriger" Sachbearbeiter habe vorschnell gehandelt, lautete die Erklärung des Schkeuditzer Oberbürgermeisters Jörg Enke (Freie Wähler), weshalb die jetzige Variante um etwa 300 Meter kürzer ausgefallen ist, als die im Januar 2012 vorgestellte. Auch erwähnte Enke, dass die Stadt keinen Anspruch auf eine derartige Variante habe, die der Flughafen als zu teuer abwies. "Da saß kein Sachbearbeiter dran", wusste indes Handke, die Vorsitzende des Vereins zur Wahrung von Bürgerinteressen gegenüber dem Flughafen Leipzig/Halle ist. An den Planungen hätten sowohl der damalige Technische Verkehrsleiter am Flughafen, Dieter Lange, als auch Kerstin Rehfeld von der Projektleitung des Airports und Schkeuditz' Amtsleiter für Stadtentwicklung und Wirtschaft, Frank Wenzel, gesessen. Das Oberdorf, dass jetzt von der Lärmschutzwand hauptsächlich profitiert, ist nach dem jahrelangen Warten auf deren Errichtung inzwischen zur Hälfte nicht mehr bewohnt, meinte Handke. Womöglich ein Grund, weshalb die Abstimmung zur Errichtung im Freirodaer Ortschaftsrat nicht einstimmig mit "Ja" ausgegangen war.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2013
Roland Heinrich

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