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Landkreis setzt spezielles Musik-Projekt fort

Landkreis setzt spezielles Musik-Projekt fort

Nicht jedes Kind auf dem Land hat die Möglichkeit, ein Musikinstrument zu lernen. Zum einen können sich die Eltern die Kosten für Instrument und Unterricht nicht immer leisten, zum anderen haben sie aus beruflichen Gründen nicht die Möglichkeit, ihre Kinder in die Musikschule zu bringen, weil sie beispielsweise auswärts arbeiten; der Unterricht ist meistens in den Nachmittagsstunden.

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Karina und Elena (rechts) proben in den Räumen der Kreismusikschule im Delitzscher Schloss auf der Geige, angeleitet von Tabitha Möckel.

Quelle: Alexander Bley

Nordsachsen. Der Freistaat Sachsen hat deshalb bereits 2009 das Modellprojekt "Jedem Kind ein Instrument" auf den Weg gebracht. Im kommenden Jahr soll es nicht mehr nur bei einem Modellprojekt bleiben, sondern dauerhaft etabliert werden - auch in Nordsachsen.

Die Kreismusikschule "Heinrich Schütz" ist eine von 16 kommunalen Musikschulen im Freistaat. Die Einrichtung hat bislang gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht, wie die Leiterin Elvira Dreßen gegenüber der LVZ sagt. Das Projekt wird zusammen mit Grundschulen initiiert. Im Landkreis sind das Einrichtungen in Schildau bei Torgau, Rackwitz und Zschortau sowie Jesewitz und Hohenprießnitz.

Im Detail funktioniert das Projekt so: Lehrer der Kreismusikschule unterrichten die Kinder an den Grundschulen, die Instrumente werden zur Verfügung gestellt. Der Unterricht wird über zwei Jahre angeboten. Im kostenlosen ersten Jahr steht das Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener Musikinstrumente im Vordergrund. "Es geht im Kern um das Vorstellen von Instrumenten und das Heranführen", erzählt Dreßen. Am Ende des Jahres werden Kinder und Eltern von erfahrenen Pädagogen bei der Wahl eines Instrumentes beraten und können sich dafür entscheiden. Im zweiten Jahr findet Gruppenunterricht statt. Kosten: 120 Euro im Jahr. "Mit dem Unterricht werden sozusagen die Wurzeln gelegt", erklärt die Musikschulleiterin. "Stellt sich ein Kind als begabt heraus, findet es meistens auch den Weg in unsere Musikschule." Und: "Das Projekt macht tatsächlich vor allem Sinn für Kinder im ländlichen Raum, wo die Wege zur Kreismusikschule lang sind."

Etliche Kinder, so Dreßen, hätten mit dem Unterricht an der Kreismusikschule weitergemacht. Dass sich die Zahl der teilnehmenden Grundschulen in Grenzen hält, liege am enormen Aufwand für die Musikschule und an deren begrenzten Mittel. Nur wenn eine Grundschule aussteigt, könne eine andere nachrücken, erklärt Angelika Hädicke, die stellvertretende Musikschulleiterin. Doch unabhängig davon würden auch in den weniger ländlich geprägten Regionen, wie zum Beispiel in Schkeuditz und Taucha, viele Grundschüler die regulären Angebote der Musikschule wahrnehmen und ein Instrument erlernen.

An dem speziellen Projekt nehmen sachsenweit 50 Grundschulen teil. Damit werde "ein wichtiger Baustein für die kulturelle Bildung an Schulen gelegt", teilt das Kultusministerium mit. Kinder aus allen sozialen Schichten erhielten die Chance, Musik für sich zu entdecken. Zudem fördere das Musizieren auch "die sozialen und intellektuellen Fähigkeiten der Kinder".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2014
Nico Fliegner

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