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Landkreis verhandelt für Flüchtlingsunterkunft in Schkeuditz

Landkreis verhandelt für Flüchtlingsunterkunft in Schkeuditz

Unabhängig von dem Vorhaben des Landkreises Nordsachsen, im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig Asylbewerber unterzubringen, laufen die Verhandlungen auch für eine zentrale Unterkunft in Schkeuditz.

Schkeuditz. Wie berichtet, handelt es sich um einen Wohnblock in der Edisonstraße, der sich zwischen dem Beruflichen Schulzentrum und den Stadtwerken Schkeuditz befindet. Schon im März dieses Jahres hatte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) von den Bestrebungen im Landratsamt (LRA) die Stadträte informiert.

Da liefen auch schon Vorverhandlungen mit dem Eigentümervertreter, wie Sprecher Rayk Bergner damals bestätigte. "Die Verhandlungen laufen noch und Zwischenergebnisse liegen vor", teilte jetzt auf Anfrage LRA-Ordnungsdezernentin Angelika Stoye mit. Welcher Art die Zwischenergebnisse sind, teilte sie nicht mit. Da die Verhandlungen aber planmäßig fortgeführt werden, wie Stoye bestätigte, können diese ersten Ergebnisse wohl nur im Sinne des LRA sein.

Pro Gemeinde, so die Orientierung des Landkreises, sollen etwa ein Prozent der Einwohnerzahl an Flüchtlingen untergebracht werden. Das sind für Schkeuditz momentan etwa 170 und für Taucha rund 150 Asylsuchende. In Schkeuditz leben derzeit 72 Asylbewerber in Wohnungen, in Taucha sind es 46, teilte Dezernentin Stoye mit. Zentrale Unterkünfte gibt es in beiden Städten momentan nicht, sagte sie. Neben Schkeuditz gibt es aber auch in Taucha Gespräche des LRA für eine zentrale Unterbringung von Flüchtlingen.

In Schkeuditz hat es eine zentrale Unterbringung schon einmal gegeben. Für vier oder fünf Jahre haben Container-Wohnungen in der Nähe der Firma Schannewitzki an der B 186 gestanden, erinnerte sich Sprecher Helge Fischer. Im Jahr 2003 beschlossen die Stadträte dann, Wohnungen in Dölzig für die zuvor in den Containern lebenden Familien mit Kindern zu sanieren.

Saniert werden müssen jetzt auch die geplanten Unterkünfte in Dölzig und Schkeuditz. Während das in Dölzig vom Träger ITB bereits erledigt wird, ist eine Sanierung in Schkeuditz zeitlich noch nicht absehbar. "Hier sind zunächst der Bauantrag einzureichen, die Baugenehmigung zu erteilen und dann mit der Umsetzung der Baumaßnahmen zu beginnen", sagte Stoye. Wer der Bauherr sein wird, ist wohl noch Bestandteil der Verhandlungen. Auch zur künftigen Betreibung nämlich laufen momentan die Verhandlungen, informierte die LRA-Dezernentin. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten kann die Belegung mit 60 Asylbewerbern erfolgen.

Diese Bauarbeiten werden in der Edisonstraße umfänglich ausfallen: Der Wohnblock wurde Ende 2013 Opfer eines Brandes. Sowohl der Brand, als auch das ins Gebäude eingedrungene Wasser haben ihre Spuren hinterlassen, die heute noch zu sehen sind. Hinzu kommen Vandalismus-Schäden, wie eingeschlagene Fenster und Türen, die schon vor dem Brand sichtbar waren.

"Der Landkreis Nordsachsen hat aktuell 1092 Asylsuchende zu betreuen, weitere 599 Personen sind noch mindestens aufzunehmen", teilte Stoye jetzt auf Anfrage mit. Doch eine Anpassung dieser Zugangszahlen sei vom Freistaat bereits angekündigt. Wie es von der Landesdirektion Sachsen diese Woche hieß, erhöht sich die Zahl der bis Anfang Oktober von den Landkreisen und kreisfreien Städten aufzunehmenden Asylbewerber um insgesamt 870 auf 4400 Personen. Für Ende August werde eine neue Zugangsprognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erwartet, die mit einer weiteren Erhöhung der Verteilquote verbunden sein könne.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2015
Roland Heinrich

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