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Lebendiges Zeichen der Erinnerung - Krokusse zum Gedenken gepflanzt

Lebendiges Zeichen der Erinnerung - Krokusse zum Gedenken gepflanzt

Mitarbeiter und Patienten des Sächsischen Krankenhauses (SKH) Altscherbitz pflanzten gestern etwa 2000 Krokusse. Am Gedenkstein, der an die Opfer der Nazi-Euthanasie erinnert, sollen sie im kommenden Frühjahr erblühen.

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Mitarbeiter und Patienten des Altscherbitzer Krankenhauses bringen Krokus-Zwiebeln in die Erde. Sie sollen das Areal um den Gedenkstein für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie ergänzen.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. "Sie stehen sinnbildlich für die Seelen der Opfer", sagte Bärbel Voigt vom SKH.

Die Idee, ein Blumenfeld anzulegen, kam von den Mitarbeiter des Krankenhauses selbst. Das Kirchenkuratorium griff diese gern auf: "Buntes, vielgestaltiges Menschenleben ist ausgelöscht worden. - Wir wollen uns an diese vernichtete Fülle der Möglichkeiten und der bunten Individualitäten erinnern. Wie könnten wir dies besser tun, als mit einer bunten, lebendigen Fülle blühender Blumen?", fragte Pfarrer im Ethikkomitee des Krankenhauses, Michael Walter. Für die Gedenk-Idee Geld zu sammeln, rief er auf. "Leben ist tausendfach zerstört und vernichtet worden. Wir können es nicht ungeschehen machen. Wir können uns aber erinnern. Und wir können sichtbare Zeichen setzen: Gegen den Tod der vielen Unschuldigen wollen wir lebendige Pflanzen setzen. Diese Pflanzen werden wir immer im Zusammenhang mit dem Gedenkstein sehen, sie stehen nicht für sich allein", begründete Walter.

Über 5100 Patienten der Psychiatrie wurden während der Naziherrschaft in den Kriegsjahren ermordet. "Abtransportiert und getötet in Gaskammern oder umgebracht durch Hunger und Misshandlungen in Altscherbitz und anderen Anstalten", berichtet die Tafel auf dem Gedenkstein im Krankenhaus-Park. Im kommenden Frühjahr werden hier Blumen keimen und zur Erinnerung mahnen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2013

Roland Heinrich

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