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Schkeuditz Lebkuchenhaus-Versteigerung– Erlös für krebskranke Kinder
Region Schkeuditz Lebkuchenhaus-Versteigerung– Erlös für krebskranke Kinder
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10:46 04.12.2009
Dölzig

Nun soll es versteigert werden.

Sowohl die Eiszapfen, die an der Dachkante des Hauses hängen als auch die verschneite Landschaft sind aus Zuckerguss, die verzierten Dachziegel aus Lebkuchenteig: Das Pfefferkuchenhaus der Bäckerei Lothar Eifert aus Dölzig ist fertig. „Ich habe etwa 15 bis 20 Stunden an dem Haus gearbeitet“, sagt Konstrukteur Ben Goldmann und Marion Eifert ergänzt, dass dies in dessen Freizeit geschehen sei. Schon 2005 hatte das Geschäft ein Lebkuchenhaus hergestellt. Wie damals sollte auch in diesem Jahr das Naschwerk die Kinder der Leukämie-Station der Uni-Klinik Leipzig erfreuen. „Die veränderten hygienischen Vorschriften lassen dies nicht zu“, bedauert die Frau des Bäckermeisters. Gerade Kinder, die zu den Feiertagen im Krankenhaus bleiben müssten, würden sich freuen. „Jetzt wollen wir das Haus zu versteigern“, sagt sie. Der Erlös soll dann dem Verein Elternhilfe krebskranker Kinder Leipzig zu Gute kommen. In welchem Rahmen dies geschehen soll, ist indes noch unklar. „Optimal wäre eine Versteigerung im Rahmen der Jose Carreras Gala“, sagte Eifert. Bisherige Versuche der Kontaktaufnahme mit dem Sender seien gescheitert. Ein an Leukämie erkranktes Kind im Bekanntenkreis der Bäckerfamilie führte zum Engagement der Eiferts. „So eine schwere Krankheit zieht sich sehr lange hin“, weiß Marion Eifert. Nicht zu vergessen, koste es die Eltern erkrankter Kinder viel Geld, ergänzt sie. Um diese Eltern zu unterstützen, soll das Haus nun meistbietend veräußert werden. Dazu bestehe der Kontakt zu Birgit Plöttner vom Verein Elternhilfe krebskranker Kinder Leipzig. Im Geschäft könnte das Haus keiner bezahlen, glaubt Lothar Eifert. Es stecke zu viel Arbeit darin. „Mir selbst fehlt das Talent, so etwas zu gestalten“, gesteht er und bezeichnet sich schmunzelnd als der für das Grobe Zuständige. „Ben hingegen hat dieses Talent“, ist der Meister stolz auf den seit 1993 angestellten Goldmann. Auch als dauerhafte Dekoration in der Weihnachtszeit eigne sich das Lebkuchenhaus, weiß der Bäckermeister. „Der Teig trocknet aus, lediglich der Zuckerguss könnte im Laufe der Jahre abfallen“, sagt er. Zudem sorge die Möglichkeit der Beleuchtung in dem Lebkuchenhaus für eine wohlige Atmosphäre, preist Eifert das Haus an. Dieses könnte er sich auch in der Weihnachtszeit auf dem Flughafen Leipzig/Halle stehend vorstellen. ⁄ür Interessenten: Die Bäckerei ist telefonisch unter 034205 86490 zu erreichen.

Roland Heinrich

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