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Schkeuditz Lehrlinge sehen durch die Promille-Brille
Region Schkeuditz Lehrlinge sehen durch die Promille-Brille
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13:00 28.05.2011
Kurzzeitig betrunken: Nicole Wuttig und Anja Voigtmann (von links) haben die Promille-Brillen auf, die einen Alkohol-Rausch von 0,8 bis 1,5 Promille simulieren. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Da nämlich hieß es für mehr als 100 Auszubildende (Azubi) aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, Stationen der erneuten Verkehrssicherheits-Aktion zu durchlaufen.

Unter dem Motto „Starte mit Durchblick“ hieß es unter anderem, sich eine Promille-Brille aufzusetzen und einen Parcours abzulaufen. „Wir haben drei unterschiedliche Brillen-Stärken: Eine mit 0,8, eine mit 1,3 und eine, die 1,3 bis 1,5 Promille bei Nacht simuliert“, erklärte Annette Bergmann, Projektleiterin bei der Gebietsverkehrswacht. Mit diesen Brillen ausgestatten mussten auch die beiden Azubis für Lager-Logistik im ersten Lehrjahr, Nicole Wuttig und Anja Voigtmann, Slalom laufen, auf einem Strick balancieren oder eine Schubkarre über eine Holzwippe befördern. Nicht sehr einfach, für die Azubis, aber durchaus lustig, sagte Voigtmann treffend: „Huch. Da siehst du ja gar nichts.“

Ebenfalls vor Ort waren das Deutsche Rote Kreuz, an dessen Station es natürlich um Erste-Hilfe-Maßnahmen ging, die Polizei, die einen Fahrsimulator für Trunkenheitsfahrten mitgebracht hatte und Fahrlehrer, die die Reaktion der Jugendlichen testeten. „Wir sind den Beteiligten sehr dankbar für diese Aktion“, betont der BSZ-Leiter ausdrücklich. Auch zukünftig solle der Tag stattfinden. „Hier sehe ich aber Probleme auf uns zukommen.“

Aus etwa 40 ehrenamtlichen Mitarbeitern oberhalb der 60 Jahre setzt sich der Verein, der die Aktionstage in Kindergärten, Schulen oder eben Berufsschulen organisiert, zusammen, sagt die Projektleiterin Bergmann. Sie ist die einzige Angestellte. Zum 1. September ist ihr gekündigt worden, weiß auch Lehne. „Auch bei uns wird gespart und abgebaut, während in anderen Bundesländern bei der Prävention aufgestockt wird“, sagt Bergmann. Ein immer geringer werdendes Budget stehe ihr für Aktionen wie der gestrigen zur Verfügung. Viel Organisationsaufwand, viel Zeit, die auch im Privaten fehlt und unbezahlte Autofahrten heißt es, in die Vorbereitungen zu investieren, erzählt sie. Auch um den Nachwuchs macht sie sich sorgen. „Einer meiner Mitarbeiter ist jetzt 71. Wenn er in den Ruhestand geht, kommt einfach kein neuer nach.“ Und das sei auch so gewollt.

Roland Heinrich

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