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Lehrlinge üben griechische Frisier-Kunst

Lehrlinge üben griechische Frisier-Kunst

Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) hatte gestern Besuch aus Griechenland. Sieben Kosmetikerinnen und sechs Friseure des ersten und zweiten Lehrjahres aus der Stadt Kavala nahe Thessaloniki weilen zurzeit im Rahmen des europäischen Austauschprogramms Leonardo da Vinci im Gut Wehlitz bei der Vitalis Betreuungsgesellschaft mbH.

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Im Beruflichen Schulzentrum Schkeuditz üben Lehrlinge des Friseurhandwerks das Anfertigen klassischer griechischer Haartrachten. Aylin Höfgen (rechts) versucht am Modell eine Flechttechnik umzusetzen, die ihr Maka Zviadavri (links) zuvor gezeigt hat.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Das Programm will die grenzübergreifende berufliche Bildung fördern und Auszubildenden ermöglichen, ihre Kenntnisse durch einen Auslandsaufenthalt zu vertiefen. „Wir wollen zeigen, wie die duale Berufsausbildung in Deutschland funktioniert und haben die griechischen Gäste deshalb gern zum anwendungsorientierten Unterricht in unseren Salon eingeladen. Und für unsere Schüler ist so ein Erfahrungsaustausch auch eine Bereicherung“, sagte BSZ-Leiter Dietrich Lehne.

In Griechenland gibt es den Wechsel zwischen praktischer Ausbildung im Betrieb und dem Klassenraum nicht. Dort finden auch alle praktischen Übungen während vieler Unterrichtsstunden statt. „Ich finde das Treffen sehr cool. Bei den Griechen geht das Flechten viel schneller. Wir haben gar nicht so viel Zeit, uns in der Ausbildung mit so etwas Ausgefallenem zu beschäftigen“, sagte Aylin Höfgen und flechtete fleißig weiter. Thema: klassische griechische Langhaar-Frisuren. Derweil hatte Maka Zviadavri ihren fünften oder sechsten Schopf schon fertig und zeigte ihren deutschen Mitstreitern immer wieder gern, wie es richtig geht. So auch der Gohliserin Sylvia Keitel: „Sie zeigt uns zum Beispiel das Hochstecken, das haben wir vorher noch nie gemacht. Eine schöne Gelegenheit, sich was abzuschauen.“

Während unter den deutschen Lehrlingen kein junger Mann dabei ist, sind es bei den Griechen drei. Fachlehrer und Friseurmeister Jens Kretschmer wusste auch, warum: „In den südlichen Ländern hat der Beruf des Friseurs einen ganz anderen Status, wird auch besser bezahlt als bei uns.“ Die Gäste wiederum staunen über die guten Ausbildungsbedingungen. „Wir nehmen hier einen sehr, sehr guten Eindruck mit. Meine Schüler sind begeistert von dem Ausbildungssalon hier. Wir haben auch einen guten, aber nicht so. Und alle sind sehr nett zu uns“, sagte lachend Schulleiterin Effrosiyi Kipraiou.

Zwei Wochen sind sie in Schkeuditz zu Gast. Das Kennenlernen der Städte Berlin, Leipzig und Dresden gehört zum Besuchsprogramm. Doch wichtig seien die gesammelten Erfahrungen mit der deutschen Berufsausbildung. Denn in Griechenland seien Änderungen geplant, berichtete die Direktorin. Man wolle dort etwas gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit unternehmen. Vielleicht nehmen die Ausbilder ja ein paar gute Ideen aus Schkeuditz mit. Am Freitag sind sie noch einmal vier Stunden im BSZ zu Gast.

Olaf Barth

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