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Schkeuditz Leipzig-Halle soll zusammenrücken
Region Schkeuditz Leipzig-Halle soll zusammenrücken
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11:30 28.04.2011
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Schkeuditz

Um die „guten wirtschaftlichen Chancen der Region weiter zu erhöhen“, plädierte Tillich für eine engere Zusammenarbeit von Sachsen und Sachsen-Anhalt, etwa bei der Förderung von Unternehmen.

Tillich war in Freundesland. Schließlich hatte ihn sein Landtagskollege Rolf Seidel (CDU) nach Schkeuditz eingeladen. Dennoch heizte Sachsens Landesvater den Gastgebern kräftig ein und brachte sie mächtig ins Schwitzen – wortwörtlich. Denn Tillich höchstselbst legte einige Holzscheite nach, um eine historische Dampfmaschine des Hobby-Sammlers und Sicherheitsexperten Jürgen Thiem am Laufen zu halten. Thiem führt die Security Solutions GmbH, die in einem weltweiten Netzwerk auf dem Gebiet der Hochsicherheitstechnik tätig ist. In deren Schkeuditzer Firmensitz als dritter Station der Tillich-Tour hatten sich zahlreiche CDU-Politiker aus Stadt, Landkreis, Land, Bund und Europaparlament, Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) sowie hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden des Großraumes Leipzig eingefunden. Warm wurde ihnen nicht allein wegen der Dampfmaschine, denn Tillich fasste in seinem Vortrag auch ein heißes Thema an: Initiative Mitteldeutschland. „Seit zehn Jahren wird ­darüber geredet. Wir müssen zu Ergebnissen kommen, um die Wettbewerbschancen für die Region und deren Unternehmen zu erhöhen. Außenstehende interessiert die Landesgrenze zwischen Leipzig und Halle nicht, die Region wird als Ganzes wahrgenommen“, mahnte Tillich. Dabei erwähnte er „lange, intensive Gespräche“ etwa zur Bildung einer gemeinsamen Sparkasse Leipzig/Halle. Und er überraschte mit der Idee, nach dem Umzug der Sächsischen Aufbaubank nach Leipzig mit der Sachsen-Anhaltischen Förderbank ein gemeinsames Institut zu ­bilden. „Unternehmern mit Filialen in beiden Bundesländern müssen unterschiedliche Förderanträge einreichen, sich mit unterschiedlichen Vorgaben herumschlagen“, beschrieb Tillich. Man wolle es Unternehmen bei der Förderung aber einfacher, nicht schwerer machen.

Am Nachmittag hatte Tillich bereits die Reliable Plant Solutions GmbH besucht. Beim Spezialisten für ingenieurtechnische Leistungen für den Kraftwerksbau stand die Energiepolitik im Mittelpunkt. Dagegen ging es bei Station zwei in der Vitalis Betreuungsgesellschaft für Modellprojekte mbH um die Ausbildung. Geschäftsführer Ralf Giesecke (CDU) sprach dabei das Problem der schulischen Integration von ausländischen Auszubildenden an. Die sollen in Leipzig zu Klassen zusammengefasst und in Deutsch als Fremdsprache unterrichtet werden, berichtete Seidel.

Olaf Barth

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