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"Leipzig ist der bevorzugte Standort"

"Leipzig ist der bevorzugte Standort"

Über die künftigen Pläne in Leipzig sowie die Auswirkungen der Ukraine-Krise auf die Tätigkeit der Volga-Dnepr Group sprach die LVZ mit Geschäftsführer Ildar Iliyasov.

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Ildar Iliyasov

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Ab wann sollen die Antonovs hier modernisiert werden?

Wir würden gern schon morgen beginnen, doch dafür brauchen wir die gemeinsame Entscheidung von beiden Unternehmen, der Unternehmensgruppe Volga-Dnepr und dem Staatsbetrieb Antonow. Wir bereiten verschiedene Modernisierungsvarianten für die bis zu 21 Antonovs vor und hoffen, dass es in ein bis zwei Jahren losgehen kann.

Aber die Entscheidung zugunsten des Leipziger Airports ist definitiv gefallen?

Noch nicht zu einhundert Prozent, doch Leipzig ist der bevorzugte Standort. Wir rechnen mit einer endgültigen Entscheidung noch in diesem Jahr.

Sie sprachen davon, sowohl ihr Frachtgeschäft als auch die Wartung von Flugzeugen hier ausbauen zu wollen. Ist ein weiterer Hangar geplant?

Wir denken an eine Erweiterung in der nächsten Zeit, aber dies hängt natürlich von der Realisierung unserer Projekte ab.

Sie wollen Leipzig zum globalen Drehkreuz für Frachtflüge zwischen Europa und Russland entwickeln. Benötigen und fordern Sie dafür eine eigene, eine dritte Start- und Landebahn in Schkeuditz?

Die vorhandenen Kapazitäten des Flughafens reichen uns für das Projekt aus.

Im Internet kursieren Spekulationen, Sie bauen in Leipzig bald ein ganz neues Flugzeug.

Im Internet gibt es viele Gerüchte. Erst wenn wir das Ergebnis unserer Modernisierung der Flotte sehen, können wir über die Entwicklung und den Bau eines neuen Flugzeuges sprechen. Das ist sehr kapital-, zeit- und forschungsintensiv und jetzt kein Thema.

Also sind entsprechende Vorstellungen für Leipzig vom Tisch?

Vorstellen kann man sich alles. Aber im Moment sehe ich solche Pläne nicht.

Wirkt sich die Ukraine-Krise auf ihre Zusammenarbeit mit den Ukrainern aus?

Auf unserer Ebene arbeiten wir in den Büros weiter genauso gut zusammen wie vor zwei Jahren. Die aktuellen politischen Belastungen haben keine Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen uns und den ukrainischen Kollegen.

Ihr Hauptauftraggeber für die Sahlis-Charterflüge ist die Nato. Gleichzeitig droht das westliche Bündnis mit Sanktionen gegen Russland. Sehen Sie Ihr Geschäft gefährdet?

Nein, ich kann mir dies nicht vorstellen weil unsere Flugzeuge einzigartig und auf dem Markt sehr gefragt sind.

Interview: Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2014
Olaf Barth

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