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Leipziger zeigen ihr Prunkstück

Leipziger zeigen ihr Prunkstück

Es waren nun schon die 21. Schkeuditzer Modellbahntage, doch für eine Premiere ist es nie zu spät. Denn erstmals hatten die Elsterstädter mit dem Modellbahnverein Friedrich List auch die Leipziger mit im Veranstalter-Boot.

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Diese große Rießnitz-Anlage aus Leipzig ist selten zu sehen. Schkeuditzer und Leipziger Modellbahnfreunde fachsimpeln im alten Depot der Elsterstadt.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Und so war zum ersten Mal auch deren einzigartige Anlage in Schkeuditz zu sehen.

Die Partnerschaft der Interessengemeinschaft (IG) Modellbahn Schkeuditzer und des Leipziger Modellbahnvereins "Friedrich List" reicht schon einige Jahre zurück. "Doch dieses Mal ist in Schkeuditz erstmals die Wahnsinnsanlage aus Leipzig zu sehen. Es ist eine sehr seltene Spurgröße, die aber historisch gewachsen ist und bis in die Nachkriegszeit hinein ein Begriff war", erläuterte Bernd Nitschack von den Schkeuditzern voll Freude über diese Art Bereicherung der alljährlichen Modellbahntage.

Die in Erinnerung an das frühere Leipziger Vereinsmitglied Walter Rießling benannte Rießnitz-Anlage ist sieben Meter breit und 21 Meter lang. Die Spurweite I misst 45 Millimeter. 240 Meter Schienen wurden verlegt. Damit überragte das Prunkstück der Ausstellung am Wochenende fast die Hälfte der Fläche im alten Schkeuditzer Straßenbahndepot. "Vier Züge, alle im Maßstab 1:32, können hier gleichzeitig fahren, wir arbeiten mit 24 Weichen auf der Anlage", erklärte der Leipziger Modellbahner Heinz Tauer. Die Schkeuditzer können sich glücklich schätzen, über so eine Ausstellungsgelegenheit wie im alten Straßenbahndepot zu verfügen, sagte der 54-Jährige. Die gezeigten Fahrzeuge sind zum Teil schon 60 bis 70 Jahre alt.

Ältere Besucher freuten sich besonders über diese Modelle, da sie mit solchen selbst in ihrer Kindheit gespielt hatten. So strahlte zum Beispiel der 56-jährige Bernhard Rust über das ganze Gesicht und schwelgte in Erinnerungen. Sein Großvater hatte auch so eine Anlage. Auch der Brandenburger Klaus Haake schwärmte: "Ein solches Kulturgut muss einfach erhalten bleiben, damit auch unser Kinder und Enkel sehen, womit wir einstmals gespielt hatten."

Schkeuditzer und Leipziger Aussteller waren gemeinsam glücklich darüber, dass alles pünktlich zur Eröffnung fertig aufgebaut war. Dazu zählten natürlich auch die Anlagen der Schkeuditzer, die ebenfalls bei den Gästen auf großes Interesse stießen. "Den Besuchern gefällt es, die intensiven Aufbau-Tage haben sich gelohnt", freute sich der Schkeuditzer Uwe Männicke über die wieder geglückte Organisation. Gemeinsam mit Nitschack zeigte er sich dankbar gegenüber allen fleißigen Helfern und Mitstreitern. Und wie jedes Jahr ist die Hoffnung groß, durch solche Präsentationen neue Mitglieder anzulocken. "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. Wer Lust hat, kann sich immer bei uns melden", sagte Nitschack lachend.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2013

Michael Strohmeyer

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