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Schkeuditz Leipzigerin bringt Kunst nach Gerbisdorf
Region Schkeuditz Leipzigerin bringt Kunst nach Gerbisdorf
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06:00 13.01.2010
Gerbisdorf

Diese Pläne stellte die 35-Jährige unlängst gemeinsam mit Pfarrer Oliver Behre im Rahmen eines Gottesdienstes in der Kirche vor. Dort teilte Behre den Zuhörern auch mit, dass Klaudia Mrugowski die neue Besitzerin der alten Schule des Ortes ist. Das derzeit ungenutzte, denkmalgeschützte und um 1730 errichtete Gebäude soll Wohnhaus und Atelier werden. Der mit Fördermitteln unterstützte Umbau soll im Frühjahr beginnen. Derzeit werden von Architekten die Pläne dazu erarbeitet. Neun Jahre hatte die freischaffende Malerin in Island gelebt, in Reykjavik an einer Fachhochschule Kunstgeschichte „Straße der Malerei“ studiert und dort ein kleines Café bewirtschaftet. „Nach meiner Rückkehr suchte ich ein neues Zuhause für mich und mein künstlerisches Schaffen. Es sollte in einem Dorf bei Leipzig etwas Naturnahes sein. Ich bin dem Pfarrer und der Kirchgemeinde sehr dankbar, dass das mit dieser Immobilie geklappt hat“, sagte gestern Mrugowski. „Denn Gerbisdorf ist ein richtig schönes altes Dorf, sehr romantisch. Trotz des nahen Flughafens.“ Wie durch ein Wunder habe sie auch gleich das richtige Objekt gesichtet, was ihren Vorstellungen entsprach und wie sie sagte, zu ihr passt. „Bereits im Sommer hatte ich mir das alte, ehrwürdige Haus angesehen. Es ist wie mit der Kunst: Dieses alte Haus mit seinen dicken Lehmwänden zu einem Wohnquartier und Atelier umzubauen, ist eine Herausforderung.“ Auch in die Kirche soll wieder mehr Leben einziehen, sind sich Behre und Mrugowski einig. Zum einen wird es hier nun wieder einmal im Monat einen Gottesdienst geben. Zum anderen soll die Kirche auch als Ausstellungsraum dienen. Bei entsprechenden Ereignissen ist es sogar denkbar, Besucher, Wanderer und Radfahrer in einem kleinen Café zu bewirten, gab die Künstlerin Einblick in ihre Vorstellungen. Auch sollen Interessenten das Atelier besichtigen und der Malerin über die Schulter schauen können. „Meine internationalen Freunde werden natürlich auch eingeladen. Ich hatte ja schon Kunstausstellungen in Deutschland, Paris und Island“, so Mrugowski. Wie Pfarrer Behre freuen sich auch Dorfbewohner über so viel Engagement. Gerhardt Dornbusch (84) und Schwiegertochter Doris sind von der Offenheit und Natürlichkeit der Künstlerin begeistert. „Schön, dass dieses historische Haus nun gerettet wird“, sagte er. Auch der Ex-Gerbisdorfer Thomas Gründling, der stellvertretende Wehrleiter Ralf Koch und viele andere meinen, dass solche Leute wie die Leipzigerin das Dorf brauche und voll unterstützt werden würden.

Olaf Barth

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