Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Leitsystem soll Besucherströme lenken
Region Schkeuditz Leitsystem soll Besucherströme lenken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 05.06.2015
Zwei Info-Stelen, so wie diese hier vor dem Bürgeramt, sollen nun auch vor das alte Rathaus kommen, um Besucherströme zu lenken. Quelle: Roland Heinrich
Anzeige
Schkeuditz

Rund 27 000 Euro sollen dafür in diesem und im nächsten Jahr außerplanmäßig ausgegeben werden. Mit einer Stimmenthaltung votierten die Stadträte für diesen Plan. Zuvor jedoch meinte Stadtrat Frank Sachsenröder (Freie Wähler): "Der Preis ist für ein paar Striche auf der Straße zu hoch." Auch Evelyn Hütel (Grüne) vermutete einen zu hohen Preis. Sie fragte, ob es eine öffentliche Ausschreibung gegeben hätte. Stadträtin Bärbel Kinski (Freien Wähler) stellte die Frage nach der Notwendigkeit eines neuen Leitsystems. "Es ist doch sicher ein Leichtes, im Rathaus sagen zu können, wo das Bürgeramt steht", meinte sie.

"So weit sollte es nicht kommen, dass der Bürger ins Rathaus kommt", stellte Carola Zenker aus dem städtischen Hauptamt fest. Sie meinte damit allerdings nur jene Bürger, die auf der Suche nach einem Amt sind. Denn suchen sollten sie nicht. "Mit einem funktionierenden Leitsystem dürften keine Fragen mehr zum Ort eines Amtes auftauchen", sagte sie. Eine Ausschreibung habe es nicht gegeben, weil die jetzige Beauftragung der Firma Markenbau aus Leipzig als Fortführung der Arbeiten, die im Jahr 2006 begannen, gesehen werde.

Damals hatte die Firma das nicht unumstrittene neue Corporate Design (CD)der Stadt inklusive einer neuen Farbigkeit und eines neuen Logos entwickelt. Mit dem Bau des Bürgeramtes und durch neue Beschriftungen an städtischen Gebäuden sind Teile des CD inzwischen auch im öffentlichen Raum sichtbar. Nun sei erkennbar geworden, dass auch die Besucherströme zwischen Rathaus und Bürgeramt einer Lenkung bedürfen. Verstärkt werde das auch, weil die Sichtachse zwischen den beiden städtischen Gebäuden durch den Neubau der Volkssolidarität (VS) nicht mehr bestehe.

Die Umsetzung des Fußbodenleitsystems soll passieren, wenn der Fußweg am VS-Bau neu gemacht werde. Zwei weitere Info-Stelen, wie jetzt schon eine vor dem Bürgeramt steht, sollen aufgestellt werden. Wo genau stehe noch nicht fest. Innerhalb des Rathauses werde es analog des Bürgeramtes ebenfalls ein Informations- und Leitsystem geben. Hinzu kommt die Gestaltung von Flyern und Newslettern. Auch Einträge bei Suchmaschinen im Internet gelte es, unter die Lupe zu nehmen, meinte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Hier nämlich suche der Ortsfremde womöglich zuerst, um etwas zu finden.

Die Finanzierung der Maßnahme zeigt auf, für wen das neue Leitsystem ebenfalls relevant sein könnte: Aus der Tourismusförderung sollen gut 7000 Euro für das Vorhaben zur Verfügung gestellt werden. 20 000 Euro kommen vom Konto für besondere Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen.

Dass Schkeuditzer sich mit dem Sitz der Ämter nicht unbedingt auskennen, zeigt auch die Einwohnerstatistik. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind 376 Einwohner neue Schkeuditzer registriert worden. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1118.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.06.2015
Roland Heinrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Zoo der Thomas-Müntzer-Grundschule im Schkeuditzer Stadtteil Wehlitz wurde gestern Hand angelegt. Zehn Mitarbeiter der Envia-Therm, einer 100-prozentigen Tochter des Energieversorgers EnviaM, begaben sich in das eigentliche Domizil von Wellen- und Schönsittichen.

01.06.2015

Der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße 181 von der A 9-Abfahrt Leipzig-West wird nach neuen Planungen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) nur noch bis zur Stadtgrenze von Leipzig erfolgen.

31.05.2015

Durch Umschichtungen wird in Schkeuditz der Bedarf an Kindergartenplätzen gedeckt. Das geht zusammengefasst aus einer Information hervor, die jüngst die Stadträte erhielten und bedeutet, dass Krippen-Plätze für ältere Kinder genutzt werden und in Horte nun auch Kita-Kinder einziehen können.

30.05.2015
Anzeige