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Letzte Begehung in alter Flugzeug-Montagehalle

Letzte Begehung in alter Flugzeug-Montagehalle

Mit schwerem Gerät ist die Firma Gustav Epple dabei, die einstige Montagehalle für Flugzeuge im Schkeuditzer Norden abzureißen. Kurz zuvor gewährte der Kühlmaschinenhersteller Bitzer, der hier abreißen und neu bauen lässt, luftfahrtbegeisterten Schkeuditzern noch einmal einen letzten Blick in ihre zum Großteil einstige Wirkungsstätte.

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Etwa ein Dutzend Luftfahrtinteressierte durften noch mal in die Halle. Jetzt wird sie abgerissen.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Auf Anregung der LVZ kam ein Termin zustande, für den sich der Schkeuditzer Werksleiter Frank Fuhlbrück höchstselbst Zeit nahm.

"Dafür habe ich mir gern Zeit genommen", sagte der 56-Jährige. Bitzer sei seit 1991 in Schkeuditz tätig und demzufolge auch mit der Region verbunden. "Wenn sich solche Möglichkeiten bieten, dann sehen wir auch zu, dass wir das realisieren können", sagte Fuhlbrück. Für die, die zur letzten Hallenbesichtigung gekommen waren, hatte das Unternehmen Schautafeln mit Zeichnungen vom zukünftig an der Stelle der alten Halle stehenden Bau, mit Grafiken der Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung in Schkeuditz aufgebaut. Bereitwillig gab Fuhlbrück dem interessierten Dutzend dazu Informationen.

Die Erweiterung der Schkeuditzer Produktionsstätte war unumgänglich. Aus Platzmangel hatte man die Versandabteilung bereits 2011 in das World-Cargo-Center am Flughafen Leipzig/Halle auslagern müssen. Es begann eine lange und schwierige Suche nach Flächen, auf denen sich Bitzer ausdehnen hätte können. Zwischenzeitlich wurde wegen der fehlenden Areale ein Wegzug des Unternehmens befürchtet (die LVZ berichtete).

"Wir haben uns von Anfang an zum Standort Schkeuditz bekannt - auch während der damaligen Spekulationen", sagte Fuhlbrück. Inzwischen sei die Schkeuditzer Produktionsstätte mit heute 675 Mitarbeitern der größte nordsächsische Arbeitgeber im produzierenden Bereich. Mehr als 100 Lehrlinge seien bisher ausgebildet worden, die alle eine feste Anstellung angeboten bekommen haben. Hier soll aufgerüstet werden: "Wir wollen von jetzt einem Lehrmeister auf zwei erhöhen und jährlich nicht mehr fünf, sondern acht Lehrlinge ausbilden", sprach der Schkeuditzer Bitzer-Chef von den Plänen. Das soll passieren, wenn die einstige Montagehalle zurückgebaut und der Neubau errichtet ist.

Die Gäste bei der letzten Besichtigung der Montagehalle erfuhren, dass zwei Bogensegmente am nördlichen Ende des Baus inklusive des Rolltores stehen bleiben werden. Darauf habe sich Bitzer mit dem Denkmalschutz geeinigt. "Dieser Bereich wird nicht nur stehenbleiben, sondern auch saniert. Zukünftig werden hier die Lkw ein und aus fahren", erklärte Fuhlbrück.

"Wir sind für die Möglichkeit, hier noch einmal herein zu dürfen, sehr dankbar", sagte Horst Neundorf von der IG Luftfahrt Schkeuditz. Einige der nicht nur aus Schkeuditz Gekommenen haben ihr Arbeitsleben hier verbracht. Zum Teil mit mehreren Fotoapparaten waren sie zum Termin gekommen. Wehmut, dass die 1956 in Betrieb genommene Halle jetzt verschwindet, war allerdings nicht auszumachen. Das Interesse, was jetzt entstehen wird, schien größer zu sein. "Bereits nach Bekanntgabe des Abrisstermins in der LVZ hatten sich einige Neugierige vorab selbst zur Halle begeben", sagte Neundorf zur doch eher kleineren Besuchergruppe. Andere seien verhindert gewesen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2014
Roland Heinrich

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