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Malen als Weg zum Glück

Ausstellung in der Art Kapella Schkeuditz Malen als Weg zum Glück

Farbstarke Blumen, Landschaften in impressionistischen Aquatönen oder die Natur der Aue in verhaltener Farbigkeit – viele verschiedene Motive und Schattierungen bringen die Schkeuditzer Galerie Art Kapella in diesem Sommer zum Leuchten: „Farbenspiele“ heißt die aktuelle Ausstellung in dem „Kulturtempel“ auf dem Alten Friedhof.

a Steinkopf, Uwe Scholz, Elinor Frankfurter, Katharina Demmler, Gretel Bayer und Konrad Lindner (von links) sowie die Leiterin des Aquarellmalkurses, Petra Jensch (vorn mit Bild).

Quelle: Ingrid Hildebrandt

Schkeuditz. Farbstarke Blumen, Landschaften in impressionistischen Aquatönen oder die Natur der Aue in verhaltener Farbigkeit – viele verschiedene Motive und Schattierungen bringen die Schkeuditzer Galerie Art Kapella in diesem Sommer zum Leuchten: „Farbenspiele“ heißt die aktuelle Ausstellung in dem „Kulturtempel“ auf dem Alten Friedhof.

Bilder, die im Aquarellmalkurs von Petra Jensch entstanden sind, laden zum Entdecken und zeigen, was Farbtöne alles ausdrücken können. Gespannt auf den Rundgang durch die Art Kapella-Galerie machte Uwe Scholz in seiner Laudatio und die begann naturgemäß mit einem Lob: „Lob ist etwas Wunderbares. Wir loben viel zu wenig“, findet der Hobby-Maler und teilt deshalb gleich mehrere Lobpreisungen aus. Als erstes dürfen sich die Besucher freuen: „Ich lobe Sie, dass Sie gekommen sind.“ Sein zweites Lob ehrt den Veranstaltungsort: „Stellen Sie sich vor, in diesem wunderschönen Raum dürfen wir malen.“ Von dort aus gehe der Blick hinaus in den Stadtpark und zu seine Bäumen. Wenn deren Kraft nicht inspiriere! Versage sie dennoch mal, gebe es ja zum Glück Petra Jensch. Der Kursleiterin und Mutmacherin gilt sein drittes Lob. Manchmal sitze man vor dem noch weißen Papier und sei unglücklich. „Petra, hilf!“ – laute dann die Bitte um Unterstützung. „Petra kommt und hilft: ,Da mach noch ’ne Linie drüber’ oder ,dort betone noch ein bisschen stärker’. Petra, gut, dass es Dich gibt! Wir brauchen so ’ne mütterliche Glucke.“

„Doch warum malen wir?“ – fragt sich Uwe Scholz gleich darauf, „wenn das doch so eine Quälerei ist.“ Seine Antwort: „Beim Malen setzen wir uns mit dem Misslingen auseinander: Malen ist der Weg zum Ziel – das Bild, ein langer Weg, um unser Glück zu finden.“ Einer, bei dem Farben, Wasser und Papier miteinander zu spielen beginnen. Dennoch sind diesmal nicht so viele Aquarelle in der Ausstellung zu sehen – gearbeitet wurde auch mit Acrylfarben und in Öl. „Je nachdem, was man ausdrücken möchte. Generell seien Farben die bessere Wahl“, betont Hobby-Maler Konrad Lindner. Denn um die Welt und das menschliche Leben zu erklären, sei Sprache kein verlässliches Instrument, bezieht sich der Schkeuditzer Wissenschaftsjournalist auf den Philosophen Ludwig Wittgenstein: „,Wenn ihr nie etwas malt, habt ihre eure Botschaft auf Erden nicht hinterlassen’. Wir sagen es ist rot, doch das Rot kann ganz unterschiedlich sein.“ Je nach Emotion sei die Farbwahl eine andere.

Da ist zum Beispiel das „Farbenspiel“ von Petra Jensch. Kraftvoll und bedrohlich zugleich sei das Rot auf ihrem Bild, eine gelbe Linie deute einen Schnitt an, der zu Farbflächen in ruhigem Blau führt. Lebensfreude drückt das Rot auf dem Triptychon von Gisela Steinkopf aus. Explosiv kommt es dem Betrachter entgegen. „Ich wollte mal ein bisschen flotter malen“, bekennt die frühere Porzellanmalerin lachend. Und auch Uwe Scholz feiert das Rot mit dem sommerlichen Mohn. Einmal im Jahr bringe die Pflanze eine kraftvolle Farbe in unsere heimische Natur, deren Farben ja sonst eher verhalten seien. Mit feinem Empfinden gestaltet Katharina Demmler ihre Aquarell-Landschaften: Die Farben laufen ineinander über, strahlen Ruhe aus.

Doch gleich ob man die Schönauer Lachen (Uwe Scholz), den Auwald (Christina Mittag), den Sommer in der Luppenaue (Gretel Bayer) oder, oder… anschaut – die Bilder in Hülle und Fülle machen den Betrachtern Freude. Ja, einige sagten, sie könnten es sich gut vorstellen, wie schön es sein muss, in der Art Kapella zu malen. Und die Hobby-Künstler wiederum finden: „Das Schöne ist der Austausch und unser Zusammenhalt.“

Von Ingrid Hildebrandt

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