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Schkeuditz Manfred Heumos: „Bonusliste wird angewendet“
Region Schkeuditz Manfred Heumos: „Bonusliste wird angewendet“
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18:40 19.05.2011
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Schkeuditz

Das erklärte der Vorsitzende der Fluglärmkommission auf LVZ-Anfrage.

Gleichzeitig stellte er sich hinter das Abstimmungsverhalten der Schkeuditzer Vertreter der Kommission. Sie hatten in der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung der Kommission gegen ein verschärftes Anwenden der Bonusliste gestimmt und waren dafür öffentlich von Mitgliedern der Bürgerinitiative Gegenlärm Schkeuditz kritisiert worden, obwohl einige der Schkeuditzer Kommissionsmitglieder sich selbst seit Jahren für mehr Lärmschutz im Umfeld des Airports einsetzen.

In der „Bonusliste“ des Bundes werden ab einer festgelegten Tonnage alle Flugzeuge aufgelistet, die bestimmte Dezibelwerte bei Starts und Landungen nicht überschreiten. Andere Flugzeuge dieser Tonnage-Kategorie, die nicht auf der Liste stehen, sind jene besonders lauten und meist älteren Flugzeuge, deren sofortiges Verbot von Fluglärmgegnern am Flughafen Leipzig/Halle gefordert wird. Setzen Fluggesellschaften solche Maschinen wie zum Beispiel in Schkeuditz die AN 12, AN 124 oder Lockheed 1088 ein, darf der Airport höhere Gebühren verlangen, was die Fluggesellschaften zur Erneuerung ihrer Flotte animieren soll. „Die Bonusliste wird am Flughafen bereits seit 1992 angewendet. Aber sie ist kein taugliches Instrument, um das Verbieten besonders lauter Flugzeuge durchzusetzen. Möglich, dass das an anderen Flughäfen anders gehandhabt wird, aber bei uns regeln, was möglich und was nicht möglich ist, ganz klar die Betriebserlaubnis und der Planfeststellungsbeschluss“, so Heumos.

Flughafensprecher Uwe Schuhart bestätigt: „Für die lauten, nicht auf der Bonusliste stehenden Maschinen werden im Vergleich zu den anderen Flugzeugen 15 Prozent mehr Start- und Landegebühren fällig.“ Diese Maschinen hätten voriges Jahr lediglich 1,37 Prozent aller nächtlichen Flugbewegungen ausgemacht. Doch auch das sind in absoluten Zahlen ausgedrückt von 29 560 Flugbewegungen jährlich immerhin noch 405 Flüge von Nicht-Bonuslisten-Maschinen, die den Anwohnern nachts besonders in den Ohren liegen. Schuhart wies aber darauf hin, dass DHL bereits dabei ist, seine Flotte zu erneuern. So will DHL bis 2013 ältere Modelle des Typs A 300B4-200 durch gerade erworbene 13 Airbus A 300-600 ersetzen (LVZ berichtete). Und in der Fluglärmkommission hatte laut Heumos der Vertreter des für DHL in Leipzig/Halle tätigen Frachtflugunternehmens EAT angekündigt, dass man sich freiwillig verpflichte, bis 2015 alle der umstrittenen lauten Maschinen durch modernere und leisere Flugzeuge zu ersetzen.

„Deshalb verzichten wir auf stärkere Druckausübung mit der Bonusliste, was juristisch sowieso fraglich ist, kaum Zeitgewinn brächte, aber die Selbstverpflichtung wieder aufs Spiel setzen würde“, begründete Heumos seine Haltung und die der anderen Schkeuditzer Kommissionsmitglieder.

Olaf Barth

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