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Manfred Lori verlässt Altscherbitz - Verwaltungsdirektor geht in den Ruhestand

Manfred Lori verlässt Altscherbitz - Verwaltungsdirektor geht in den Ruhestand

Der Verwaltungsdirektor des Sächsischen Krankenhauses (SKH) Altscherbitz, Manfred Helmar Lori, geht. Gestern wurde der 63-Jährige in einer musikalisch umrahmten Feierstunde in seinen Ruhestand verabschiedet.

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Manfred Helmar Lori geht in den Ruhestand.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Seit 2003 führte er die Geschicke in Altscherbitz.

Manfred Helmar Lori ist Dessauer und ursprünglich Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik. 1986 wurde er ökonomischer Direktor des psychiatrischen Fachkrankenhauses Hohenweitzschen, einem der damals noch zwölf und heute nur noch vier Landeskrankenhäuser Sachsens. "Den Ausschlag für den eigentlich ausbildungsfernen Beruf gab meine Frau, die mir quasi Stift und Papier für eine Bewerbung in die Hand drückte", sagte Lori gestern in seiner Abschiedsrede. Eine Woche später und über 15 Jahre war er dann Verwaltungsleiter in Hohenweitzschen. Hier galt er als Kämpfer für den Erhalt des Krankenhauses, was ihm - jedoch nicht in Sächsischer Trägerschaft - auch gelang. Dass er in Hohenweitzschen erfolgreich war, wurde gestern allgemein anerkannt, änderte damals aber nichts an der Versetzung nach Altscherbitz. Die Begriff Lori von Beginn an als Herausforderung.

Der Chefarzt der Neurologischen Klinik und Ärztliche Direktor, Thomas Vetter, betonte in seiner Rede das vorhandene Vertrauensverhältnis untereinander. Unterstützt mit Fotografien veranschaulichte Vetter, welche baulichen Veränderungen in den letzten elf Jahren unter Lori stattgefunden haben. Die allgemeine und geschlossene Psychiatrie, die Gerontopsychiatrie, der Maßregelvollzug, das Verwaltungsgebäude und die Suchtklinik entstanden neu oder konnten saniert werden.

Ulrich Braun, Referatsleiter Sächsische Krankenhäuser im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS), bescheinigte Lori eine offene, kommunikative und stets loyale Art. Er habe das Altscherbitzer Krankenhaus dauerhaft auf stabile wirtschaftliche Füße gestellt. "Altscherbitz ist das rentabelste der Sächsischen Krankenhäuser", hob Braun hervor.

Auch Jan Goller von der AOK Leipzig würdigte Lori als stets verlässlichen und aktiven Partner. "Als Kostenträger hat er uns regelmäßig vor Herausforderungen gestellt", erwähnte er. Das SKH Altscherbitz sei eines der ersten Krankenhäuser gewesen, dass ein neues Abrechnungssystem eingeführt habe. Heute stehe es dank Lori äußerst modern da.

Auch Schkeuditz Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) würdigte die Leistungen, die Lori am Krankenhauskomplex vollbrachte. Das Krankenhaus erzähle eine Geschichte. Wenn jetzt das Areal betrachtet werde, sei die Weiterentwicklung und die Handschrift des scheidenden Verwaltungsdirektors zu erkennen. "Dafür spreche ich Ihnen im Namen der Stadt, der Stadträte und auch in meinem Namen großen Dank aus", sagte Enke. Da Lori den Wunsch geäußert habe, Schkeuditz nicht ganz den Rücken kehren zu wollen, bekam er eine Einladung für die Neujahrskonzerte der nächsten fünf Jahre überreicht.

"Was sagt man in solch einer Situation?", fragte Lori. Ihm falle es nicht leicht, doch der Absprung sei gelungen und es gebe immer auch ein Danach. "So viel Lob, wie ich heute gehört habe, ist fast schon unangenehm. Ich möchte betonen, dass alles auch ein Verdienst der Mitarbeiter im Krankenhaus ist. Für die stets offene Zusammenarbeit mit Ihnen möchte ich mich bedanken", sagte Lori.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2014
Roland Heinrich

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