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Schkeuditz Mehr als 800 Besucher bei Neujahrskonzert
Region Schkeuditz Mehr als 800 Besucher bei Neujahrskonzert
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08:00 05.01.2010
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Schkeuditz

Neben der Sopranistin Anke Berndt wurde als Besonderheit des Abends Dirigent Manfred Mayrhofer aus Wien angekündigt. „Es ist wirklich etwas Außerordentliches“, betont Ulrich Zickenrodt, Vereinschef der Villa Musenkuss, als er bei seiner Ansprache den Dirigenten Manfred Mayrhofer ankündigte. Der Oberösterreicher, der in Wien studierte, gab mit den Konzerten zum Jahreswechsel, wovon eben eines in der Flughafenstadt zur Aufführung kam, sein Debüt am Pult der Staatskapelle Halle.   

Schkeuditz. Über 800 Gäste besuchten am Sonntagabend das inzwischen 18. Neujahrskonzert der Villa Musenkuss im Marmorsaal des Mitteldeutschen Modecenters auf dem Schkeuditzer Rossberg. Neben der Sopranistin Anke Berndt wurde als Besonderheit des Abends Dirigent Manfred Mayrhofer aus Wien angekündigt.

  Zuvor jedoch boten der Schkeuditzer Singekreis und der Volkschor Taucha Transeamus usque Bethlehem unter der Leitung von Thomas Piontek dar. Lediglich die Moderation durch den Abend, die ebenfalls in Mayrhofers Hand lag, wollte nicht so recht gelingen. Wiederholt und zur Erheiterung des Publikums musste das Mikrophon bearbeitet werden, da es für die Erklärung der einzelnen Stücke den Dienst versagte. Getreu dem Motto des Abends „Frohsinn und Laune würzen das Leben“, fühlten sich die bei widrigen Straßenbedingungen Angereisten köstlich unterhalten und sahen in dem technischen Problem keines, das dem Hörgenuss einen Abbruch hätte bereiten können. Auch die geografische Zuordnung Schkeuditz’ zu Sachsen-Anhalt wurde dem regelmäßig an exotischen Plätzen dieser Erde Tätigem nicht übel genommen. So betreut er Opernprojekte in der Mongolei, in Albanien oder zukünftig auch in Panama. Die hohe gesangliche wie an dem Abend auch schauspielerische Leistung von der am Opernhaus Halle engagierten Anke Berndt muss beim Schkeuditzer Neujahrskonzert erwähnt werden. Mit Sektglas in der Hand streifte sie singend und lachend durch die Reihen und sorgte – angeheitert wirkend – für belustigte Stimmung der Zuhörer. Lang anhaltender Applaus und lächelnde Minen waren der Dank des Auditoriums. Passend zur Herkunft des Dirigenten gehörten am Sonntagabend hauptsächlich Werke der Familie Strauss zum Programm. So wurde von Josef Strauss der Delirienwalzer oder von Johann Strauss der Walzer „Wein, Weib und Gesang“ aufgeführt. Vor der Polka „Die Emancipierten“ griff Mayrhofer zum Mikrophon: „Das muss man sich einmal überlegen: Die Emancipierte wurde 1870 von Josef Strauss geschrieben“, betont er das nicht alltägliche Thema sogar in heutiger Zeit. Die Nähe Wiens zum ungarischen Budapest unterstrich der Ungarische Tanz von Johannes Brahms. Bei den Zugaben, die dem lang anhaltenden Applaus folgten, wurde das Publikum als Klangkörper mit einbezogen: Mayrhofer drehte sich zum klatschenden Auditorium und dirigierte dieses zum Radetzkymarsch. Dabei kam auch eine mit Platzpatronen bestückte Pistole als Instrument zum Einsatz. Zu weiteren, die Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Halle betreffenden Plänen befragt, sagte Zickenrodt: „Natürlich wollen wir weiterhin mit der Staatskapelle zusammenarbeiten. Hier liegt die Entscheidung aber an anderer Stelle“, weiß er. So müssten sowohl das Neujahrskonzert als auch das Weihnachtsrequiem in den Konzertplan der Staatskapelle passen. „Dass dieses Jahr Manfred Mayrhofer bis zum dritten Januar zur Verfügung stand, ist pures Glück“, betont Zickenrodt. Genaueres zu sagen, sei einfach noch zu früh. Allerdings, irgendetwas werde es auch Anfang nächsten Jahres wieder geben. „Wir können nicht 800 bis 900 Leuten sagen: So, das war jetzt das letzte Neujahrskonzert“, sagt Zickenrodt.

Roland Heinrich

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