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Schkeuditz „Mehr kann im Winterdienst nicht geleistet werden“
Region Schkeuditz „Mehr kann im Winterdienst nicht geleistet werden“
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10:10 14.01.2010
Schkeuditz

Mit der zur Verfügung stehenden Technik und dem vorhandenen Personal „kann im Winterdienst einfach nicht mehr geleistet werden“, stellte sich Enke vor die Mitarbeiter des städtischen Technischen Service. Die Schneemengen dieses Winters seien mit denen in den letzten Jahren nicht zu vergleichen. Stadtrat Manfred Putzke (CDU) sprach dagegen von einer verharmlosenden Darstellung durch den Oberbürgermeister. „Unter aller Kanone war, was sich die Mitarbeiter des Winterdienstes zum Beispiel in Glesien geleistet haben. Sie gingen unambitioniert vor, schoben Nebenstraßen zu und fuhren dann mit hochgezogenem Schild. Das muss ausgewertet werden“, forderte Putzke. Doch auch sein Parteifreund, Bürgermeister Manfred Heumos, zu dessen Verantwortungsbereich der Technische Service gehört, nahm die Mitarbeiter in Schutz. „Zuerst werden die Hauptstraßen geschoben, da passiert es, dass Nebenstraßen dann zu sind. Danach werden Anstiege geräumt und gesalzen. Und dann wurden auch die Nebenstraßen geräumt, obwohl die gar nicht auf der Prioritätenliste stehen“, erläuterte Heumos die Vorgehensweise. Danach erst würden die Schnee-Wulste an verschiedenen Stellen beseitigt. Ein Ausschussmitglied beschrieb seine Beobachtungen so: „Es gibt viele die meckern, aber auf ihrem Fußweg überhaupt nicht geschoben haben“ Auf eine entsprechende Frage sagte Enke dann: „Wenn wir Ordnungswidrigkeiten erkennen, wird gehandelt.“ Allerdings schildert Reiner Ehnert (Die Linke), dass es zahlreiche Privatleute und Firmen gegeben habe, die in Eigeninitiative auch mit ihrer Technik die Räumung von Straßen und Wegen unterstützt hätten. Seitens einiger Stadträte und berufenen Bürger wurde außerdem noch angemahnt, angesichts der irgendwann eintretenden Schneeschmelze den Hochwasserschutz nicht aus dem Blick zu verlieren. Am Dienstag war wegen des gestrigen Markttages der Marktplatz geräumt worden, gestern wurde mit Hilfe eines gemieteten Radladers begonnen, die Schneemassen aus den Parkbuchten in der Schillerstraße, Bahnhofstraße und am Rathausplatz abzutransportieren. „Es ist schon übel, wie wir teilweise beschimpft werden. Dabei arbeiten wir schon seit drei Wochen am Stück, auch die Wochenenden. Statt zu meckern, hätte mancher mit einer Schaufel selbst was tun können“, sagte einer der Mitarbeiter. Ein Kollege ergänzte: „Wenn die Leute aber aus Leipzig kommen, dann sagen sie, dass es bei uns richtig gut aussieht.“

Olaf Barth

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