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Schkeuditz Mehrheit der Marktbesucher plädiert für Sperrung des Platzes
Region Schkeuditz Mehrheit der Marktbesucher plädiert für Sperrung des Platzes
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06:00 30.04.2011
Auch wenn die Zufahrt von der Halleschen Straße zum Markt gesperrt wird, können von der Amtsgasse kommend sich Autos durch die Fußgänger drängeln. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Das verkündete diese Woche Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki während der Sitzung des Technischen Ausschusses.

Wie berichtet hatten an zwei Markttagen Angestellte des Rathauses und Stadträte das Gespräch mit Bürgern und Händlern gesucht sowie Fragebögen ausgeteilt. Das so gewonnene Meinungsbild soll nun in eine Beschlussvorlage gefasst und den Stadträten zur Abstimmung vorgelegt werden.

Als Argumente für die Sperrung nannten deren Befürworter unter anderem die höhere Sicherheit für die Fußgänger. Autos hätten auf einem Wochenmarkt einfach nichts zu suchen. Bei den Gegnern der Sperrung wurde zum Beispiel aufgeführt, dass für größere Einkäufe ein PKW nötig sei, man ein LKW-Durchfahrverbot durchsetzen könne, Autos mit Schrittgeschwindigkeit fahren müssten sowie in Gesprächen gegenseitige Rücksichtnahme gefordert werde.

Stadtrat Kurt Arnhold (SPD), engagierter Verfechter für die Sperrung und Begleiter der Befragungsaktion, freute sich über das Bürgervotum. Aber: „Es ist zu viel Aufwand für die zeitweilige Sperrung von 100 Metern Straße. So ein Verfahren sollte die Ausnahme sein. Ich hoffe, dass bei ähnlich gelagerten Fällen die Kompetenz und das Gespür für den Bürgerwillen in der Verwaltung und im Ausschuss ausreichen, um notwendige Entscheidungen eigenverantwortlich und zeitnah zu treffen. Sonst machen sich beide überflüssig.“

Dagegen befürwortete Reiner Ehnert (Die Linke) ausdrücklich das Verfahren und sprach sich dafür aus, auch künftig so zu handeln, „weil die Bürger so in die Entscheidungen mit einbezogen werden“. Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) hält die Befragung in dem Fall für sinnvoll. Aber man könne nicht immer vor einer Entscheidung eine Befragung durchführen. Manfred Putzke (CDU) sprach sich für die Sperrung des Marktes zu den Handelszeiten aus, ebenso Rainer Haase. Der FDP-Mann sagte: „Ich bin Autofahrer, meide aber bewusst zu dieser Zeit den Markt. Weil es nervt, wenn hier die Leute zwischen den Ständen bummeln, stehen bleiben und plaudern. Da wird nicht auf die Autos geachtet. Der Markt ist eben ein Treffpunkt. Für die paar Stunden ist die Sperrung sinnvoll.“ Olaf Barth

Olaf Barth

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