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Mit Brennstoffzelle nach Schkeuditz

Mit Brennstoffzelle nach Schkeuditz

In zirka drei Wochen will Toyota auf der 43. Tokyo Motor Show den ersten konzeptionellen Serienwagen mit einem Brennstoffzellen-Hybridantrieb vorstellen. Mit dieser Nachricht an der Spitze präsentierte der Autohersteller vorab in Schkeuditz seine Visionen von der mobilen Zukunft.

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Toyotas Technik-Pressesprecher Dirk Breuer zeigt Auto-Saxe-Geschäftsführer Michael Franz und Verkaufsleiter Heiko Taubert (von links) den Antrieb: In dem silber glänzenden Block unter der Motorhaube befindet sich die neue Technik

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Auf Einladung von Gastgeber Auto-Saxe erfuhren im Globana-Ausstellungsraum Auto-Verkäufer, Geschäftspartner und Toyota-Kunden, welche Rolle der neue Antrieb künftig in der Fahrzeugflotte spielen soll.

Nein, für Probefahrten stand der hochbeinige SUV nicht zur Verfügung. Nur anschauen, nicht beschleunigen war also das Motto, als diese Woche die Toyota Deutschland GmbH ein Fahrzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb in Schkeuditz vorstellte. Silbern schimmerte der Block mit der modernen Antriebstechnik unter der aufgestellten Motorhaube. Die Brennstoffzelle soll den Strom für den Elektromotor liefern. "Das neueste Brennstoffzellen-Konzeptfahrzeug wird am 22. November in Tokyo vorgestellt", begründete Dirk Breuer, Pressesprecher für den Bereich Toyota-Technik, die noch geübte Zurückhaltung. Doch mit dem zu einem Feldversuch gehörenden Fahrzeug wolle man aber in Schkeuditz zeigen, dass diese Technik Serienreife erreicht hat.

Bereits beim Genfer Auto Salon sowie auf der IAA in Frankfurt hatte Toyota für den ökologisch viel versprechenden Antrieb reichlich Aufmerksamkeit in der Medienwelt erhalten. In Tokyo soll nun "das fast fertige Modell" (Breuer) gezeigt werden. Kein SUV, sondern eine schnittige, viertürige Limousine wird es sein. In der sollen Wasserstofftanks und Brennstoffzelle unter den Sitzen eingebaut werden. Die eigentliche Serienproduktion und Markteinführung des mit Wasserstoff angetriebenen Hybrid-Autos soll 2015 starten.

Doch das Unternehmen will mit seiner Informationstour schon jetzt auf die Zukunft vorbereiten. So konnte Auto-Saxe exklusiv in Mitteldeutschland diese neue Technik vorstellen, freute sich Geschäftsführer Michael Franz. "Damit geben wir unseren Gewerbekunden einen gewissen Informationsvorsprung und Zeitvorteil", sagte der 51-Jährige. Und das am Tag der Präsentation zeitgleich im Schkeuditzer Globana eine Dekra-Schulung zum Thema Ladungssicherheit und Unfallverhütungsvorschriften stattfand, sei kein Zufall: "Die Teilnehmer können sich das an unseren Fahrzeugen gleich am praktischen Beispiel anschauen." Einige der herkömmlichen Hybrid-Fahrzeuge mit der Kombination Elektro/-Verbrennungsmotor standen auf dem Roßberg auch für Probefahrten bereit. In Berlin allerdings läuft schon eine "Brennstoffzellen-Flotte" mit fünf Fahrzeugen. Deren Reichweite liege jeweils bei 650 Kilometer, die Tankzeit betrage fünf Minuten und die einzige Emission seien Wassertropfen, erzählte Breuer den aufmerksamen Zuhörern in Schkeuditz.

Ob Toyota mit dem Brennstoffzellen-Antrieb einen ähnlichen großen Technologie-Vorsprung herausarbeiten kann, wie zuletzt bei der anfangs belächelten, inzwischen aber sehr erfolgreichen Hybrid-Motorisierung, werde sich zeigen. Breuer hielt sich da auf die entsprechende Frage eines der Zuhörer zurück, wenngleich er sein Unternehmen aufgrund der jahrelangen Erfahrungen in einer guten Position sieht

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.11.2013
Olaf Barth

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