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Mit Rock'n'Roll und Blues endet große Party

Mit Rock'n'Roll und Blues endet große Party

Trotz eines am Donnerstag vom Gewitter gebeutelten Stadtfest-Auftakts kann Schkeuditz zufrieden sein. Denn ab Freitag wurden die Regenschirme höchstens noch als Sonnenschutz verwendet und die Massen strömten gut gelaunt zu den unzähligen Veranstaltungen, die gestern mit Rock und Rock'n'Roll noch einmal richtige Kracher parat hielten.

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Die Tänzerinnen des Ballettstudios Let's Dance zeigen wieder hinreißende Choreografien und begeistern auf dem Marktplatz hunderte Zuschauer. Die profitieren von einer Neuerung: Die fast 100 Tänzer treten dieses Jahr nicht vor, sondern erstmals auf der Bühne auf und sind so viel besser zu sehen.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Es sind die kleinen Geschichten, von denen so ein viertägiges Stadtfest auch lebt. Zum Beispiel die von Volker Winter. Der 68-Jährige war bisher bei allen 22 Stadtfesten mit seinem Deutsch Drahthaar Hund beim großen Festumzug mit dabei, dieses Jahr zum letzten Mal, sagte er. Andere wiederum, wie die Auenwald-Apotheke oder die Modellbahner feierten Umzugs-Premiere. Denn die Modellbahner haben erst kommendes Wochenende ihr Großbahn-Treffen. Damit war der Weg frei für die Teilnahme am Umzug, bei dem sich Schulen, Kindereinrichtungen, Kultur- und Sportvereine, Feuerwehr und andere tausenden Schaulustigen präsentierten. In bewährter Manier moderierten Spezi-Diskotheker Andreas Guhde und Handball-Urgestein Herbert Pergande den Umzug.

Die Schausteller um Camillo Franzelius und ihre Partner hatten das Terrain zwischen Rathaus- und Marktplatz wieder mit allerhand Fahrgeschäften zur Spaßmeile umgestaltet. Und für die Bühnen war vom Organisationsteam um Volker Mönnig erneut für jeden Geschmack etwas angeheuert worden: Tanzgruppen, Schlagersänger, Oldies und Partymusik spielende Bands sowie Rocker wie die Four Roses. Selbst die Drehorgel-Spieler gaben sich wieder die Ehre. Von Zwischenfällen wusste Mönnig in diesen Tagen nichts zu berichten, auch deshalb strahlte er gestern mit der Sonne um die Wette.

Auch beim gestrigen ökumenischen Gottesdienst auf dem Markt ging es musikalisch zu, ehe später die Bühne von Jasmin Graf und Band geentert wurde. Die Leipziger Voice-Teilnehmerin, begleitet von tollen Musikern, geizte nicht mit ihrem Stimm-Volumen und hatte keine Mühe, Lieder internationaler Größen wie Whitney Houston, Chaka Khan, Melissa Etheridge oder Stevie Wonder zu interpretieren. Und als Tochter eines Gitarristen der Gruppe Karussell, sagte sie, singe sie ein großes Lied einer grandiosen Band: Fischlein unterm Eis. Gestern von ihr nicht minder grandios und unter die Haut gehend dargeboten.

Wer nach diesem Konzert glaubte, mehr Qualität geht nicht, wurde am Rathausplatz eines Besseren belehrt. Grandios ist kein Ausdruck für das, was sich dort auf der Bühne vor einer begeisterten, mitswingenden Menschenmenge abspielte. Die Rock'n'Roll-Band Mr. Twist im Zusammenspiel mit einer phänomenalen Rhythm Sophie, so der Künstlername der Ungarin. Wie ein Filmstar aus den 30ern wirkend, charmant mit ihren Vollblut-Musikern und dem Publikum flirtend, röhrte die Budapesterin dann Blues und Rock'n'Roll vom Feinsten ins Mikro. Danach zog es alle auf den Marktplatz. Hier sorgten The Firebirds mit ihrem Rock'n'Roll für den großartigen Abschluss eines gelungenen Stadtfestes. Olaf Barth

@Weitere Fotos vom Stadtfest in Schkeuditz gibt es unter: www.lvz-online.de/schkeuditz

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2013

Olaf Barth

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