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Schkeuditz Mit Spaß bei der Sache – Arbeit in den Lindenwerkstätten
Region Schkeuditz Mit Spaß bei der Sache – Arbeit in den Lindenwerkstätten
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18:37 19.05.2011
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Schkeuditz

Neben Schkeuditz unterhält die Diakonie in Panitzsch und Leipzig Einrichtungen dieser Art.

Am Sonnabend stand von morgens bis abends jedem Tor und Tür der Einrichtung offen. In dieser werden seit fünf Jahren geistig Behinderte und psychisch Kranke entsprechend ihrer Befähigung für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht. „Wir sind keine Konkurrenz zum ersten Arbeitsmarkt“, sagte die Leiterin der Einrichtung Grit Heisgen. „Wir sind zwar preislich ein wenig günstiger als Unternehmen in der freien Wirtschaft, aber eher eine Zwischenstufe auf dem Weg dorthin“, führte sie fort. Als problematisch betrachtet Heisgen eher, dass der Arbeitsmarkt für ihre Leute nicht genügend Arbeitsplätze hergibt.

Derzeit lernen und arbeiten 90 Personen im Alter von 25 bis 35 Jahren an der Edisonstraße. „Wir haben unsere Kapazität seit März ausgeschöpft, haben weiterhin Aufnahmeanträge“, erklärte sie den Erfolg, der bisher fast lautlos an der Öffentlichkeit vorbei ging. „Nach wie vor sind wir noch nicht so bekannt, wie wir uns das wünschen würden“, sagte sie.

Vor allem die Gärtnerei könnte sich zu einem Besuchsmagneten entwickeln. Aber die Einrichtung hat noch mehr zu bieten. Das zeigte am Sonnabend Thomas Plischke den Besuchern. Der Papitzer arbeitet seit fünf Jahren in Schkeuditz, hat sich auf Papier und Verpackung spezialisiert. „Hier stecken wir Anschreiben in Couverts“, erläuterte er die einzelnen Arbeitsplätze in der Werkstatt. Des weiteren werden Faltmappen gefertigt, Duftöl abgefüllt, etikettiert und verpackt. „Thomas macht die anspruchsvollen Arbeiten“, lobte Gruppenleiter Wilfried Falk seinen emsigen Mitarbeiter. Denn gerade das Kleben der PR-Mappen ist nicht so leicht, wie man sich das vorstellt. Plischke gehört auch zu einer erlesenen Gruppe, die auch außerhalb des Geländes arbeitet. Bei einem Logistikunternehmen im Güterverkehrszentrum Radefeld verpackt er mit anderen Güter. „Das ist sehr arbeitsmarktnah“, beschrieb Einrichtungsleiterin Heisgen die Arbeit, für die aufgrund der gesundheitlichen Situation nicht viele den Anforderungen entsprechen.

Bei vielen ist eine Anleitung nötig. „Außerdem ist ständige Kontrolle wichtig. So genügen wir den Ansprüchen unserer Auftraggeber“, sagte Falk, „einen Qualitätsunterschied zum ersten Arbeitsmarkt gibt es nicht.“

Neben der Gärtnerei, Verpackungs-Werkstatt und Wäscherei gibt es eine Metall-Werkstatt, eine Landschaftspflegegruppe und eine Keramikwerkstatt. In dieser prägte Melissa Büttner akribisch das Elchmotiv einer Tasse fürs Weihnachtsgeschäft. Die Werkstatt wurde erst im vergangenen Jahr eingerichtet und zählt derzeit acht Mitarbeiter. „Wir sind noch auf der Suche nach kreativen Köpfen, die genügend Ausdauer mitbringen“, sagte die Leiterin. Neben Vasen werden Übertöpfe und Figuren gefertigt.

Alexander Bley

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