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Schkeuditz Mit dem Trabbi in den Konsum
Region Schkeuditz Mit dem Trabbi in den Konsum
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17:01 19.05.2015

Die Stadträte ebneten auf ­ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend mit einem Beschluss den Weg für eine neue Nutzung.

Im vergangenen Jahr ist die ehemalige Konsum-Kaufhalle gegenüber dem Jugendclub Neue Welle von der Konsumgenossenschaft verkauft worden. Zum Grundstück gehören auch 17 Parkplätze, die seit 1993 als öffentliche Parkplätze gewidmet sind. Auf Antrag des Käufers Klaus Platzdasch sollten diese Parkflächen per Stadtratsbeschluss entwidmet und für den künftig neu geplanten Geschäftsbetrieb zur Verfügung stehen. Welches Geschäft hier geplant ist, war den Stadträten bis kurz vor Beschlussfassung unbekannt.

"Vielleicht könnte die Stadt mal informieren, was hier geplant ist", sagte darum auch Rainer Haase (FDP). "Der Investor plant hier Events, bei denen er auch Ausfahrten mit Trabanten anbieten will. Für anreisende Gäste braucht er die Parkplätze", antwortete Frank Wenzel, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Wirtschaft, knapp.

Diesen Teil des Vorhabens bestätigte gestern auch Platzdasch auf Anfrage der LVZ: "Wir beschäftigen uns mit kulturhistorischen Dingen in den Bereichen Musik, Kultur und Technik und wollen diese erlebbar erhalten. In dem Zusammenhang bieten wir Events an", erklärte der 64-Jährige. Mit "wir" meint er seine Firma Saxonia-Touristik-International GmbH in Leipzig. "Das was in Schkeuditz geplant ist, firmiert unter dem Namen Trabbi-erleben", informierte Platzdasch. Vor Jahren habe man dafür eine nicht unbeträchtliche Flotte des kultigen DDR-Fahrzeuges beschafft. Was nun als Event geplant ist, sind auch erwähnte Ausfahrten, die gern von Firmen aus nah und fern wahrgenommen werden. "Es gibt deutschlandweit noch drei Anbieter in Berlin, in Wittenberg und in Dresden. Mit allen stehe ich natürlich im Kontakt", sagte der Leipziger.

Aber auch eine Ausstellung in dem dafür von Platzdasch als ideal angesehenen ehemaligen Kaufhallengebäude ist im Plan. "Das Gebäude hat 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche und ist selbst als ein Stück Zeitgeschichte anzusehen", erklärte der Leipziger. Noch in diesem Jahr wolle er die Halle sanieren. Dabei stelle sich die Sanierung des Daches als große Herausforderung heraus. Hier sei im Laufe der Zeit schon erheblicher Schaden entstanden.

"Die Parkplätze stehen den Nutzern außerhalb der Geschäftszeiten auch weiterhin zur Verfügung. Ich möchte dabei eine Situation, bei der beide Seiten gewinnen und bin zu Gesprächen bereit", sagte Platzdasch. Die Stadträte wollten das auch und stimmten mit drei Enthaltungen für die Einziehung der Parkplätze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2013

Roland Heinrich

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