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Modellbahn-Hobby ist technisch auf der Höhe der Zeit

Modellbahn-Hobby ist technisch auf der Höhe der Zeit

Nicht nur das heute beginnende Stadtfest in Schkeuditz, sondern auch das morgen startende 13. Großbahntreffen der Schkeuditzer Modellbahner wird zahlreiche Besucher in die Flughafenstadt locken.

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Die Akkus in seiner Lok entsprechen technisch dem heutigen Stand. Uwe Männicke steuert unter anderem auch ihre Fahrt per Funk.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. "Wir rechnen mit Besucherzahlen im vierstelligen Bereich", sagte Uwe Männicke, der in Modellbahnerkreisen eher unter dem Namen "Bahnrolli" bekannt ist und der die organisatorischen Fäden für das Spektakel am Wochenende in den Händen hält. Seine Schätzungen beruhen auf den Zahlen der Vorjahre. Mehr als 2000 Gäste waren im letzten Jahr auch aus entfernteren Regionen zu Besuch gekommen.

Aber auch die Aussteller haben zum Teil nicht gerade als kurz zu bezeichnende Anfahrtswege. "Es freut mich besonders, dass die Schkeuditzer Veranstaltung immer mehr Aussteller auch aus den alten Bundesländern anzieht", sagte Männicke. So kämen dieses Mal Gäste aus Bielefeld, Elmshorn, aus Frankfurt am Main oder aus Ratingen. Insgesamt 14 Bundesländer seien vertreten. "Besonders freue ich mich auf einen Spezialisten im 3D-Druck, der zum ersten Mal da sein wird und aus den Niederlanden kommt", sagte der 57-Jährige.

Grundsätzlich sei das Modellbahn-Hobby schon lange keines mehr, das nur die "alten Herren" anspreche, sind sich Männicke und Bernd Nitschack einig. Letzterer ist Mitglied in der Schkeuditzer Interessengemeinschaft (IG) und beschäftigt sich unter anderem mit dem jungen Nachwuchs. Für den war in Kooperation mit der Lessing-Oberschule eine Arbeitsgemeinschaft aus der Taufe gehoben worden, die von der IG geführt wurde (die LVZ berichtete).

"Die Technik ist in den letzten Jahren enorm vorangeschritten. Heute ist zum Beispiel eine Steuerung der Modellbahn-Lok über das Smartphone durchaus möglich", sagte Männicke. Auch der Sound oder das Qualmen einer Dampflok seien so inzwischen steuerbar. "Es ist ein Hobby für die neue Technik geworden", resümierte er. Nicht nur im elektronischen Bereich, sondern auch bei der Funksteuerung oder bei den zum Einsatz kommenden Akkus sei man auf der Höhe der Zeit. In dem Hobby stecke viel Intelligenz.

Am Rande des Großbahntreffens, das am Freitag zwischen 15 und 19 Uhr, am Sonnabend von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 16 Uhr in das Straßenbahndepot einlädt, werde es unter den Teilnehmern auch um Ideen zur Verbesserung dieser Technik gehen. "Es passiert viel hinter den Kulissen. Es wird um neue Projekte gehen, bei denen wir von der Industrie oft im Stich gelassen werden. Die Veranstaltung kann auch als Arbeitstreffen der Modellbahner bezeichnet werden", meinte der Organisator.

Doch natürlich stehen die Gäste im Vordergrund. So werden auch auf dem Freigelände am Depot rund 300 Meter Gleis aufgebaut. Stände mit gebrauchter und neuer Ware werden zu finden sein. Und die obligatorische Hüpfburg wird nicht fehlen. "In Zusammenarbeit mit dem Straßenbahnmuseum in Möckern können wir am Sonnabend wieder Fahrten mit einer historischen Straßenbahn anbieten", verriet Nitschack.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2015
Roland Heinrich

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