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Schkeuditz Mühlstraße für anderthalb Jahre gesperrt
Region Schkeuditz Mühlstraße für anderthalb Jahre gesperrt
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00:32 22.05.2015
Die Stützmauer soll im Zuge der Straßensanierung versetzt werden. Unklar ist, wann mit dem Bau begonnen wird. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Besonders breit nämlich ist die Straße nicht, was dem Fußgänger durchaus Angstschweiß auf die Stirn treiben kann. Gravierend ist der Bereich, der sich gegenüber dem Storchenhorst befindet. Dort sorgt, nach einer Kurve, eine Feldsteinmauer dafür, dass der Fußweg gerade zwei Terrazzo-Platten breit ist. Jene Mauer sollte im Zuge der schon lange geplanten Straßensanierung beseitigt und versetzt neu gebaut werden. Die Stadt plante dafür eigentlich dieses Jahr ein und wird den Termin wohl nicht halten können.

Als Bestandteil der Bundesstraße 186 liegt die Sanierung der Mühlstraße - und auch die der Stützmauer - in den planerischen Händen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Das bestätigte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert: "Das Straßenbauvorhaben wird derzeit als Gemeinschaftsmaßnahme des Lasuv und der Stadt Schkeuditz vorbereitet." Ebenfalls im Boot sind aber auch die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL). "Die KWL arbeiten im Vorfeld des Straßenbaus an den Mischwasserkanälen. Die wurden zum Teil um das Jahr 1908 errichtet. Bei kameratechnischen Untersuchungen wurden massive Schäden festgestellt", teilte Katja Gläß auf Anfrage der LVZ mit. Die KWL hätten ein großes Interesse, noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen, weil es bei den abwassertechnischen Anlagen großen Handlungsbedarf gebe.

Das Problem: Die Mühlstraße muss für die Sanierung voll gesperrt werden und es muss eine Umleitung her. "Wir gehen von einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren aus", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler). Dafür eine ortsnahe Umleitung zu finden, gestaltet sich wegen der Weißen Elster und wegen des Naturschutzgebietes Auenwald schwierig. Dennoch: "Wir haben zwei Varianten beim Lasuv abgegeben", sagte Dornbusch. Ein Verkehrskonzept gibt es im Lasuv aber noch nicht. Es werde derzeit für den Bauabschnitt "Erneuerung Stützwand" erarbeitet und soll im Sommer vorliegen, teilte Siebert mit. Erst zu diesem Zeitpunkt seien belastbare Aussagen zu Umleitungen möglich.

Das Lasuv bereite im Auftrag von Schkeuditz den Neubau der Stützwand vor. Die Baukosten von rund 200 000 Euro trägt die Stadt Schkeuditz. "Die Stützwanderneuerung sowie die Leitungsänderungen der KWL sind für 2015 geplant", teilte die Lasuv-Sprecherin mit. Parallel zum Bau der neuen Stützwand nämlich sollen die KWL ihre Kanäle erneuern.

Das dass noch in diesem Jahr passiert, scheint zumindest bei den KWL fraglich zu sein. "Voraussetzung für die Ausschreibung der KWL-Arbeiten und für die Bindung einer Baufirma ist das bisher fehlende Verkehrskonzept für die gesamte Baumaßnahme", sagte Gläß. Wenn das vorliege, werde man mit der Ausschreibung beginnen. Dieser Prozess dauere dann etwa vier Monate. "Über die Wintermonate werden die KWL nicht bauen", sei als Nachricht auch bei Bürgermeister Dornbusch angekommen, der dafür auch Verständnis zeigte.

Die Arbeiten der KWL haben einen Gesamtumfang von rund 400 000 Euro. In mehreren Abschnitten werden insgesamt rund 320 Meter Mischwasserkanal erneuert. Im Bereich der Hauptleitung tauschen die KWL auch 20 Hausanschlüsse aus. "Die geplante Straßenabsenkung macht zudem die Absenkung der vorhandenen Schachtbauwerke notwendig", informierte Gläß. Der Straßenbau selbst werde laut Lasuv etwa eine Million Euro kosten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.05.2015
Roland Heinrich

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