Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Museum kauft Miniaturmalerei vom Schkeuditzer Karl Ch. Fiedler an

Museum kauft Miniaturmalerei vom Schkeuditzer Karl Ch. Fiedler an

Das Schkeuditzer Stadtmuseum hat seinen Bestand an Porträtmalereien von Karl Christoph Fiedler verdoppelt. Mit finanzieller Beteiligung des Museumsvereins erwarb das Museum jetzt ein zweites Miniaturporträt des 1789 in Schkeuditz geborenen Künstlers.

Voriger Artikel
Software für Bürgerterminal macht Probleme
Nächster Artikel
Schladitzer Ufer in Hayna soll erschlossen werden

Diese Miniatur vom Schkeuditzer Maler Karl Christoph Fiedler ist neu im Schkeuditzer Stadtmuseum.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. "Schon im Januar hatte sich eine Antiquitätenhändlerin bei mir gemeldet und jenes Miniaturbild zum Kauf angeboten", berichtete der Schkeuditzer Museumsleiter Hans Neubert. Es folgten Verhandlungen zum Preis, der sich am Ende bei 1200 Euro einpegelte. Hälftig haben der Museumsverein und die Stadt den Neuerwerb finanziert. "Das war kein schneller Prozess, da der Anteil des Vereins nach neuen Bestimmungen erst einmal als Spende vom Stadtrat zur Kenntnis genommen werden muss", erklärte Neubert. Jetzt aber ist er froh, den Bestand des Museums um einen weiteren und so schönen Gegenstand vergrößert zu haben.

Karl Christoph Fiedler wurde am 18. April 1789 in Schkeuditz geboren. "Während auf dem Auszug des Kirchenbuches jener Name steht, wird er in anderen Quellen immer mit Karl Christian Fiedler benannt", erwähnte Neubert eine ihm nicht erklärliche Merkwürdigkeit. Fiedler sei in Schkeuditz groß geworden und hätte dann als Schüler von Johann Friedrich August Tischbein und Hans Veit Schnorr von Carolsfeld an der Leipziger Akademie der Künste gelernt. Noch bis in die frühen 1840er-Jahre wird Fiedler als in Leipzig lebend erwähnt, wo er als Porträtist und Miniaturist arbeitete, berichtete der Museumsleiter. Nach Leo R. Schidlof, dem 1966 in London gestorbenem Verfasser eines vierbändigen Lexikons zur Miniaturmalerei, arbeitete Fiedler ab 1840 in Russland. 1845 soll er von der St. Petersburger Zaristischen Akademie der Künste für das "Porträt des PP Utkin" den Titel "herausragender Künstler" verliehen bekommen haben. 1846 wurden seine Porträtminiaturen in der St. Petersburger Akademischen Ausstellung gezeigt. Fiedler starb 1851 in St. Petersburg und hatte da den Titel eines Hofmalers inne.

Im Gegensatz zu der schon 1929 für 170 Reichsmark vom Museum angekauften Miniatur ist beim jetzigen Erwerb bekannt, wer auf dem Bild zu sehen ist. "Das Porträt zeigt Pauline Schaff, eine geborene Edle von Querfurth", wusste Neubert auch, weil es auf der Rückseite des Bildes vermerkt ist. 1837, vermutlich zu ihrer Hochzeit, ist jenes Bild gemalt worden, denn es zeigt sie in einem Hochzeitskleid, erzählte der Museumsleiter. "Es war damals üblich, auf Elfenbeintafeln zu malen. Das sollte dem Bild noch mehr Tiefe verleihen", klärte Neubert auf. So ist auch die Schaff-Miniatur mit Aquarellfarben auf einer solchen Elfenbeintafel verewigt.

Pauline Schaff war wahrscheinlich die Tochter des Karl Christian Edler von Querfurth und ist wohl in Förstel geboren, vermutet Neubert. Der Vater sei königlich-sächsischer Rittmeister gewesen und 1813 in den Adelsstand erhoben worden. Er ersteigerte 1825 das Hammerwerk Schönheiderhammer in Schönheide und baute es zu einer Eisengießerei aus, wusste Neubert. Die dargestellte Frau auf der 1929 erworbenen Miniatur ist indes völlig unbekannt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.12.2014
Roland Heinrich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Schkeuditz
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

26.09.2017 - 13:45 Uhr

In einem gutklassigen Spitzenspiel Tabellenerster gegen Tabellenzweiten behielt der SSV Stötteritz am Ende die Oberhand.

mehr
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr