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Museumsleiter sucht historische Stadtansichten

Museumsleiter sucht historische Stadtansichten

Der Fundus des Schkeuditzer Stadtmuseums ist um ein paar Exponate reicher. Denn anlässlich des jüngsten Internationalen Museumstages hatte Besucher Odo Lilienthal einige Utensilien gespendet.

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Im Schkeuditzer Stadtmuseum erklärt dessen Leiter Hans Neubert Besuchern, wie hier der 14-jährigen Lola Neubert, was für eine große Rolle früher die Pelzindustrie in Schkeuditz spielte.

Quelle: Peggy Hamfler

Schkeuditz. In der Bibliothek des Museums übergab er Museumsleiter Hans Neubert Schkeuditzer Zeitungen aus den Jahren 1942 und 1944, zwei kleine Schnapsflaschen von 1981 und alte Schkeuditzer Stofftaschen. Neubert nimmt das Ganze lächelnd entgegen: "Über Neuzugänge freue ich mich immer, es ist meine liebste Tätigkeit, die Welt der Gegenstände zu erkunden. Das ist manchmal wie ein kniffliges Rätsel."

Allein im vorigen Jahr erhielt Neubert 40 Ausstellungsstücke. Zurzeit aber suche er noch historische Stadtansichten und -lithografien, alte Fotos aus privaten Beständen und Stücke aus Schkeuditzer Firmen, Fabriken und dem Einzelhandel. "Mich interessiere auch", sagte er, "wie in der Schkeuditzer Pelzindustrie Artikel hergestellt wurden." Geduldig führte Neubert Gäste durch die randvoll mit Stadtgeschichte gefüllten Zimmer: Nerze von 1926, original Sternenbräu-Flaschen im Holzkasten, eines der ersten Rathaus-Telefone, sogar eine Pistole aus der Revolutionszeit um 1848 und ein extra Zimmer mit Flughafengeschichte gehören zur umfangreichen Sammlung. Im Laufe des Jahres sei zudem die Gestaltung des Multimedia-Raumes und der benachbarten Grünfläche im Hof des Museums geplant. Besucherin Gudrun Golz aus Grünau lobte: "Es ist hier eine angenehme Stimmung im Museum. Die großen Räume geben auch Schulklassen genug Platz."

Auch Klaus Matzke, Leiter des Museums- und Geschichtsvereins, erklärte Besuchern das Museumsinventar, setzte sich dabei sogar noch einmal auf eine Schulbank - eine aus früheren Tagen. Dort zeigt er ein Audio-Tagebuch, mit dem Besucher einiges aus der Zeit der Völkerschlacht von 1813 erfahren. Aufgeschrieben hat das Conrad Lessing, ein Vorfahr von Gotthold Ephraim Lessing.

Matzke blickte aber nicht nur zurück, sondern auch voraus. So lädt er am 19. Juni ab 18 Uhr zu einem Vortrag über den Schkeuditzer Dichter Friedrich Ludwig Wolfram ins Museum ein. Im August folgt ein Vortrag über die Schkeuditzer Schriftstellerin Sophie Ludwig. Und pünktlich zum Stadtfest vom 20. bis 23. Juni soll außerdem eine neue Broschüre des Schkeuditzer Museums- und Geschichtsvereins erscheinen.

 

 

Stadtmuseum, Mühlstr. 50, Tel.: 034204 62711, geöffnet Mi./Do. 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Fr. 9 bis 12, Sbd. 13 bis 17 Uhr

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2013

Peggy Hamfler

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