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Schkeuditz Museumsnacht ohne Schkeuditz
Region Schkeuditz Museumsnacht ohne Schkeuditz
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09:35 10.01.2017
Die Tür zum Schkeuditzer Stadtmuseum bleibt zur Museumsnacht geschlossen. Quelle: Roland Heinrich

Das bestätigte gestern die stellvertretende Kulturamtsleiterin der Stadt Leipzig, Beate Locker. "Dass die beiden Einrichtungen 2012 dabei sein konnten, war eine absolute Ausnahme. Das Kultur-Gut Ermlitz ist nicht einmal ein Museum", sagte sie.

 Schon kurz vor der letztjährig vierten Museumsnacht war bekanntgeworden, dass grundsätzlich darüber nachgedacht werden soll, die Umlandmuseen von der Museumsnacht auszuschließen, erklärte Leipzigs Kulturamtschefin Susanne Kucharski-Huniat damals (die LVZ berichtete). "Die Teilnahme von Schkeuditz an der Museumsnacht wurde möglich gemacht, weil die Einrichtung neu eröffnet worden war. Eine weitere Teilnahme ist wegen einer existierenden Kooperationsvereinbarung zwischen Halle und Leipzig nicht möglich", erklärte die Leipziger Projektleiterin Petra Knöller gestern. Gemeinsam mit Cindy Limberg vom Kulturamt hält sie die Organisationsfäden in der Hand.

 Die Kooperationsvereinbarung, die Knöller erwähnte, wurde vor gut drei Jahren vom Leipziger Stadtrat beschlossen. Darin werden Finanzierungsregelungen und Organisationsaufgaben festgezurrt, die für die Museumsnächte in den beiden Städten zu leisten sind. Zusammengefasst lautet die Vereinbarung in etwa: Jeder ist für seine Museen zuständig, gemeinsame Projektaufgaben gibt es aber auch.

 "Wir haben ein Schreiben der Stadt Leipzig erhalten, in dem uns mitgeteilt wird, dass das Schkeuditzer Museum nicht dabei sein wird. Im nächsten Jahr soll aber versucht werden, Schkeuditz wieder zu beteiligen", sagte Schkeuditz' Stadtsprecher Helge Fischer. Durchaus als Erfolg wertete Museumsleiter Hans Neubert im letzten Jahr die Teilnahme an der Museumsnacht. Etwa 80 Besucher hatten sich hier zu Sonderführungen eingefunden.

 "Ich habe kein Schreiben erhalten und finde die Entscheidung äußerst bedauerlich", sagte Gabriela Macken­thun vom Kultur-Gut Ermlitz. Mit der letztjährigen Museumsnacht hat das für seine Rokoko-Tapeten bekannte Herrenhaus auf Apels Gut insgesamt drei Mal an der Museumsnacht teilgenommen. Dass nun ausgerechnet im Wagner-Jahr und mit der unstrittigen Verbindung - Stichwort Apel-Steine - zur Leipziger Völkerschlacht, die ebenfalls in diesem Jahr ein Jubiläum begeht, das Kultur-Gut nicht an der nächtlichen Leipzig-Halle-Schaffe teilnimmt, ist für Mackenthun unverständlich. "Etwa 100 Besucher waren im letzten Jahr hier", sagte sie.

 "Für eine neuerliche Beteiligung der Umland-Einrichtungen wäre ein neuer Beschluss des Stadtrates nötig", sagte Projektleiterin Knöller und schließt damit zunächst auch weitere Teilnahmen aus. Dabei heißt es in der Vereinbarung, dass "das Kultur-Dezernat koordinierende und organisatorische Leistungen für die jährliche Museumsnacht übernimmt, [...] die auch nichtstädtische Museen betreffen." In diesem Jahr gilt das lediglich für den Stasi-Bunker in Machern, der außerhalb der Stadt liegt, aber eine Außenstelle des Museums in der "Runden Ecke" in Leipzig ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.04.2013

Roland Heinrich

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