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Schkeuditz Nabu erhält zu Papitzer Lachen breite Unterstützung
Region Schkeuditz Nabu erhält zu Papitzer Lachen breite Unterstützung
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06:00 26.02.2010
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Schkeuditz/Lützschena

Mit „Der Kampf ums Wasser“ war der Abend überschrieben und beschäftigte sich mit der Problematik der Wasserzufuhr im Naturschutzgebiet (NSG) der Papitzer Lehmlachen (LVZ berichtete). „Wir sind positiv überrascht, welches Interesse an unserer Arbeit uns hier entgegengebracht wurde“, erwähnt Leonhard Kasek, Vorstandsvorsitzender des Nabu Regionalverbandes, nach der Veranstaltung. Zunächst hatte Roland Zitschke, der seit mindestens 65 Jahren in den Lachen unterwegs und auch zuständiger Gebietsbetreuer des Nabu sei, einen Dia-Vortrag zur Historie der Lachen gehalten. „Seit 1954 hat es in den Papitzer Lachen elf Frühjahr-, elf Sommer-, acht Herbst- und drei Winterhochwasser gegeben“, berichtet Zitschke. Diese Hochwasser gebe es nicht mehr, da der Wasserstand der Weißen Elster seit 2006 derart reguliert werde, dass natürliche Schwankungen nahezu unbemerkbar seien, ergänzt Karl Heyde in einem sich anschließenden Vortrag. „Unser Bestreben ist es, diese früher durch Hochwasser und jetzt durch künstliche Wasserzufuhr hergestellte Wasserdynamik wieder zu erhalten.“ Dazu gab es unlängst erste Schritte in die richtige und auch vom Landratsamt (LRA) verlangte Richtung: Die Einigung mit den Jägern. Unter Mithilfe des Amtsleiters des Leipziger Stadtforstes, Andreas Sickert, konnte zumindest der Termin der jährlichen Jagd nach vorn verlegt werden. Das bedeute weniger Risiko für einen dauerhaft einsetzenden Frost: In diesem Jahr soll bereits Anfang Dezember gejagt werden. Danach könnte Wasser eingeleitet und der Boden vor Durchfrostung geschützt werden. Nach diesem geglückten Kompromiss stehen jetzt auch die Angler zur Kooperation bereit und wollen durch Abfischen von Raubfischen die Lurche schützen helfen. „Was können wir konkret zur Unterstützung tun?“, lautete eine Frage aus dem Auditorium. Vor allem als Naherholungsgebiet wird auch von der Bevölkerung die Wichtigkeit der Erhaltung der Lachen gesehen. „Es würde uns schon helfen“, sagt Kasek, „wenn Beobachtungen, die in den Lachen gemacht werden, dem Nabu mitgeteilt werden.“ Vor allem, wenn etwas nicht zu stimmen scheine. Nun soll endlich auch mit dem LRA eine Lösung gefunden werden. Dazu hat sich jetzt Manfred Seifert von der Auwaldstation bemüht und einen Mediator zu einem noch anzusetzenden Termin gefunden. Der Schkeuditzer Pfarrer Axel Meißner habe sich bereit erklärt, zu moderieren und will schon nächste Woche erste Vorgespräche führen. Der offizielle Termin eines Gespräches zum Thema Wassermanagement der Lachen zwischen dem LRA und dem Nabu Landesverband, der eigentlich für den Januar geplant und auf Mittwoch verschoben wurde, ist nun erneut auf den 17. März verlegt worden. Dabei sollen verbindliche Zeiten für die Wasserein- und -ausleitung festgelegt werden.

Roland Heinrich

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