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Nach 100-Jahr-Feier wird saniert - Festwoche zur Indienstnahme der Altscherbitzer Kirche im Jahr 1913

Nach 100-Jahr-Feier wird saniert - Festwoche zur Indienstnahme der Altscherbitzer Kirche im Jahr 1913

Mit einer Festwoche begeht das Sächsische Krankenhaus Altscherbitz das 100. Jahr der Indienstnahme der krankenhauseigenen Kirche. Ab 14. April wird dabei auch auf die wechselvolle Geschichte der 1911 und 1912 errichteten Kirche zurückgeblickt.

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Die Altscherbitzer Kirche wurde von Schkeuditzer Firmen 1911/12 gebaut. Nach einer Festwoche soll sie umfassend saniert werden.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Eine umfassende Sanierung des Gotteshauses ist geplant.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Lange bevor ein Raum, respektive eine Kirche, für Gottesdienste oder seelsorgerische Betreuung zur Verfügung stand, wurden in der 1876 errichteten Provinz-Irren-Heil- und Pflegeanstalt in Altscherbitz bereits Predigten abgehalten und Seelsorge betrieben. Im Pfarralmanach ist 1890 notiert, dass der Nietlebener Anstaltsgeistliche beides abhielt, die Amtshandlungen aber vom "Diaconus" von Schkeuditz besorgt wurden. Dies geht aus einer eigens zum Jubiläum der Altscherbitzer Kirche herausgegebenen Broschüre hervor. Von einer wechselvollen Geschichte ist da die Rede.

Und richtig: "Friede sei mit euch" ist über dem Haupteingang der Altscherbitzer Kirche zu lesen. Nur wenige Monate nach der feierlichen Indienstnahme der Kirche 1913 jedoch begann der Erste Weltkrieg. Zweckentfremdet wurde die Kirche da auch als Lazarett genutzt. Dies war wohl auch aufgrund der damals recht modernen Bauausführung möglich. So verfügte die Kirche bereits über eine Kohleheizung - der Heizraum befand sich im Gebäude. Wie aus der Festschrift hervorgeht, wurden Andachten jedoch auf den Stationen abgehalten, da es am Heizmaterial Kohle mangelte.

Dass das Gotteshaus zu DDR-Zeiten immer mehr verfiel, ist den Schkeuditzern wohl noch in Erinnerung. "Die Kirche ist wegen Baufälligkeit gesperrt. Das Betreten ist verboten", war auf einem Schild im Jahr 1968 zu lesen. Als Möbellager wurde die Kirche genutzt, Teile des Gestühls und des Fußbodens wurden entfernt. An Andachten oder Konzerte in der Kirche war zu jener Zeit nicht zu denken.

Nach der "Wende" begannen 1990 Sanierungsarbeiten, fünf Jahre später wurden sie vorläufig beendet. Die Kirche erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit, sei es für Gottesdienste und Andachten, für Ausstellungen und Konzerte oder als Tauf- und Traukirche. 1998 wurde im Kirchenkreis wieder eine Pfarrstelle für die Krankenhausseelsorge errichtet. Pfarrer Michael Walter hat dieses Amt inne.

Am Sonntag, den 14. April beginnt die 100-Jahr-Festwoche mit einem vom Posaunenchor begleiteten Festgottesdienst. Der Kirchenhistoriker Professor Gerhard Graf hält am Montag darauf einen Festvortrag. Ein Orgelkonzert und ein Konzert mit Amarcord warten im Verlauf der Festwoche auf die Besucher.

Nach Abschluss der Festwoche beginnen dann umfassende Sanierungsarbeiten am Gotteshaus. So soll das Kirchendach neu eingedeckt, Schäden an Mauerwerk, Beton und Sturzbauteilen repariert werden. Putzschäden, die im Inneren der Kirche zu sehen sind, sollen instandgesetzt werden. Auch der Sandsteinbodenbelag werden einer Generalüberholung unterzogen. Der Kirchplatz, der Gemeindegarten und die Wege sollen nach historischem Konzept gestaltet werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2013

Roland Heinrich

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