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Schkeuditz Nach einem Jahr noch immer ohne Funktion
Region Schkeuditz Nach einem Jahr noch immer ohne Funktion
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18:04 27.10.2015
Seit einem Jahr ohne Funktion: Das Bürgerterminal in Schkeuditz. Quelle: Roland Heinrich
Schkeuditz

Im Erdgeschoss des Schkeuditzer Bürgeramtes ist ein Raum nun schon seit einem Jahr verschlossen. In ihm befindet sich ein sogenanntes Bürgerterminal, mit dessen Hilfe zunächst Leistungen aus dem Bereich „Wohngeld“ in der Großen Kreisstadt angeboten werden sollten, die eigentlich im entfernten Landratsamt angesiedelt sind (die LVZ berichtete). Per Datenleitung sollte ein Kontakt zum nordsächsischen Amt hergestellt werden. Doch nach wie vor kommt dieser Kontakt nicht zustande.

„Der Datenaustausch hat bisher nur in eine Richtung geklappt“, sagte Rayk Bergner, Sprecher im Landratsamt (LRA) Nordsachsen. Die Bandbreite der Leitungen reiche nicht aus. Was die Behebung dieses Problems konkret an Maßnahmen – und auch an Zeit – verlangt, kann er nicht sagen und verweist auf das Sächsische Ministerium des Inneren (SMI). Dort nämlich ist das Pilotprojekt seit der letzten Wahl angesiedelt. Gestartet wurde es 2013 allerdings vom damaligen Staatsministerium der Justiz und für Europa (SMJ). Schkeuditz ist dabei nur eine von mehreren Gemeinden, die als Pilotkommunen fungieren.

Dass die seit der Aufstellung des Bürgerterminals in Schkeuditz verstrichene Zeit nicht außergewöhnlich ist, bestätigte Gerlind Walter vom Landratsamt Görlitz: „Die beiden Bürgerterminals in Görlitz und Niesky wurden im April 2013 aufgestellt, und erst im Dezember 2013 konnte erstmals die Verbindung vom Verwaltungsarbeitsplatz zum Terminal getestet werden“, sagte sie. Die offizielle Eröffnung habe im Juli 2014, also 15 Monate nach Aufstellung, stattgefunden. Da eine Verbindung vom Bürgerterminal zum zentralen Kommunikationsserver Sachsen wegen der internen Netzwerkarchitektur im Landratsamt nicht möglich war, musste ein Kommunikationsserver im internen Netzwerk aufgebaut werden, teilte Walter mit. Ein weiteres Problem nannte sie auch: Der für das Terminal geschaffene Verwaltungsarbeitsplatz wurde mit dem Betriebssystem „Windows  7“ ausgeliefert, intern wurde jedoch noch mit „Windows  XP“ gearbeitet.

Schneller, nämlich innerhalb von elf Monaten, verlief die Inbetriebnahme im Vogtlandkreis: „Im Juli 2013 wurden die Terminals an die einzelnen Standorte ausgeliefert und nach einer ausreichenden Testserie im Juni 2014 offiziell der Öffentlichkeit übergeben“, teilte die Pressesprecherin im Landratsamt Vogtlandkreis, Kerstin Büttner, mit. Sternförmig vernetzt sei ein Verwaltungsarbeitsplatzes in Oelsnitz mit den Terminals in Auerbach, Lengenfeld, Markneukirchen, Reuth und Treuen verbunden. Während andernorts die Anbindung an das Kommunale Datennetz (KDN) funktionierte, musste in Reuth ein Internetanschluss auf Mobilfunk-Basis und mit Verbindung in das KDN neu geschaffen werden. „In den Hauptzeiten kann es zu Störungen bei der Übertragung der Daten kommen, da die fürs Bürgerterminal verfügbare Bandbreite von und zu den Kommunen sehr unterschiedlich ist“, informierte Büttner.

Mehrfach habe man in Schkeuditz die Verbindung schon getestet, erwähnte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) am Dienstag. Ein neuer Probetermin sei in Kürze vorgesehen. Wann genau der stattfinden soll, ist ungewiss. Aus dem SMI waren zur Thematik am Dienstag vor Redaktionsschluss keine Informationen zu erhalten.

Ob die Inbetriebnahme des Terminals für großen Besucheransturm im Bürgeramt sorgen wird, ist eher fraglich. Wie es aus dem LRA hieß, sollen zunächst nur Beratungsleistungen zu und die Annahme von Wohngeldanträgen möglich sein. Weitere Leistungen könnten perspektivisch aufgeschaltet werden, meinte der LRA-Sprecher. Ein entsprechender Druck aus der Flughafenstadt, dies auch zu tun, scheint indes nicht mehr sehr groß zu sein: Hatten sich die Stadträte Anfang 2013 noch fraktionsübergreifend für LRA-Angebote in Schkeuditz stark gemacht, dazu sogar einen Beschluss gefasst, ist von ihnen seit geraumer Zeit öffentlich nichts mehr zum Thema zu hören.

Von Roland Heinrich

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