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Schkeuditz Nachweis von Altlasten liegt vor - Geschätzte Entsorgungskosten werden nicht überschritten
Region Schkeuditz Nachweis von Altlasten liegt vor - Geschätzte Entsorgungskosten werden nicht überschritten
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15:50 19.05.2015
Thomas Bohne Quelle: Roland Heinrich

Für deren fachgerechte Entsorgung ist die KWL zuständig. Die Kosten dafür tragen zu 70 Prozent die Anwohner.

In zwei Bereichen, die sich innerhalb des Abwasser-Erschließungsgebietes im westlichen Stadtteil Schkeuditz befinden, sind vermutete Altlasten im Erdreich nachgewiesen worden. Das teilte jetzt Thomas Bohne, Teamleiter Erschließung bei den KWL, mit. Bei den Stellen, zu denen jetzt Untersuchungsergebnisse vorliegen, handele es sich zum einen um einen Bereich in der Hemmestraße und zum anderen um ein Gebiet in der Roßbergstraße, am nordwestlichen Ende des Erschließungsareals. Insgesamt rund 1170 Tonnen belastetes Erdreich müssen fachgerecht entsorgt werden, teilte Bohne mit.

"Rund 470 Tonnen Erdreich müssen schätzungsweise in der Roßbergstraße abtransportiert werden. Hier handelt es sich hauptsächlich um Bauschutt. Aber auch Schweine-Gülle ist nachgewiesen worden", informierte der Diplomingenieur Bohne. In der Hemmestraße fand das Leipziger Ingenieurbüro Beyer, das mit der Altlastenerkundung beauftragt war, ebenfalls Bauschutt, aber auch Hausmüll, Braunkohlen-Asche und belastete Schlämme, die wohl von der ehemaligen Papiermühle in der Fabrikstraße herrühren. Rund 700 Tonnen gilt es hier zu entsorgen und auszutauschen. Mit Phenolen belastete Asphalte, von denen in der Vergangenheit die Rede war (die LVZ berichtete), seien nicht nachgewiesen worden.

Für die fachmännische Entsorgung der Altlasten, für die die KWL einen Nachweis erbringen müssen, waren bereits in den Planungen rund 100 000 Euro vorgesehen. "Dieser Betrag wird nicht überschritten", äußerte Bohne als gute Nachricht in Richtung Anwohner. Die nämlich müssen, und das sei rechtlich geprüft worden, zu 70 Prozent auch für die Entsorgung der Altlasten aufkommen. "Wir erarbeiten ein Entsorgungskonzept und prüfen dabei, wer welche Altlasten annimmt. Dabei suchen wir die kostengünstigste Variante", meinte der Teamleiter der KWL und verwies darauf, dass die fehlenden 30 Prozent die KWL zahlen müssen.

Die Entsorgung des belasteten Erdreichs werde auch nicht gefördert, informierte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler), der jetzt vom Altlastenproblem wusste. "Wir haben mehrere Anlaufstellen bis hin zur Sächsischen Aufbaubank genutzt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Quellen unergiebig sind und es keine Möglichkeit der Förderung gibt und auch keine in Aussicht steht", sagte Dornbusch.

Dass hier die Stadt Entsorgungskosten spart - so lautete ein Vorwurf der Anwohner - verneinte der Bürgermeister. Das belastete Erdreich werde nur zum Problem, weil es durch die Schachtarbeiten der KWL "angefasst" werde. Bei einer Straßensanierung hätte das betreffende Erdreich an Ort und Stelle bleiben können, meinte Dornbusch. "Ganze Deponien werden mit Asphalt abgedeckt. Das ist die beste Variante der Versiegelung", meinte er und ergänzte auf Nachfrage, dass sich das Grundwasserproblem im Schkeuditzer Westen nicht stelle.

Beide Bereiche im Erschließungsgebiet sind übrigens seit 1990 im sächsischen Altlastenkataster verzeichnet, weshalb die KWL die Entsorgungskosten des Erdreichs schon in die Planungen mit aufnahm.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.09.2013

Roland Heinrich

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