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Schkeuditz Naturschutzbund wendet sich an Öffentlichkeit
Region Schkeuditz Naturschutzbund wendet sich an Öffentlichkeit
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14:25 18.12.2009
Schkeuditz

„Am 14. Dezember forderte der Sachgebietsleiter der Naturschutzbehörde des Landkreises Nordsachsen in Telefongesprächen mit Mitgliedern des Vorstandes des Nabu-Regionalverbandes Leipzig und des Nabu-Landesverbandes die unverzügliche Schließung des Einlaufbauwerkes“, heißt es in dem Nabu-Schreiben.  Erfolge das nicht, würde dem Nabu das Wasserrecht für die Papitzer Lachen entzogen, das Einlaufbauwerk kostenpflichtig aufgebrochen und verplombt werden. Weiter sei gedroht worden, dass weitere Kosten in Höhe von über 10000 Euro auferlegt würden, heißt es in dem Schreiben. Weder naturschutzfachliche noch naturschutzrechtliche Argumente hätten gegolten; es sei gefordert worden, eine reibungslose Durchführung der Treibjagd sicherzustellen. Unter anderem Wildschweine, allerdings nicht ausschließlich, werden dieses Wochenende in den Papitzer Lachen gejagt. Dies teilte auf LVZ-Anfrage das Landratsamt Nordsachsen mit. „Die Verbote nach § 4 der Rechtsverordnung zum Naturschutzgebiet (NSG) Luppeaue gelten nicht für die Jagd. Die Jagd unterliegt dem § 5 der Rechtsverordnung zum NSG Luppeaue – als erlaubte Handlung. Die geplante Drückjagd wurde der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) angezeigt und sie ist deshalb grundsätzlich zulässig“, heißt es von der UNB. Im November und Dezember seien die meisten jagdbaren Tiere zur Jagd frei gegeben. Dies folge dem „Hubertusgedanken“ bereits seit Jahrhunderten. Warum die Jagd gerade an diesem Wochenende und nicht wie in Vorjahren schon im November durchgeführt wird, konnte vom LRA nicht beantwortet werden. Versuche der LVZ, dazu Auskunft vom zuständigen Forstamt oder vom Jagdpächter zu erhalten, scheiterten. Der Nabu-Regionalverband bezweifele nicht, dass „in einer stark anthropogen überprägten Landschaft auch Jagd erforderlich ist“, heißt es. Es gäbe aber räumlich und zeitlich Alternativen für die Jagd. Sie könne etwa auf die Sixt-Wiese einige hundert Meter nördlich der Lachen verlegt werden oder in den November vorgezogen werden. Hier bestünde weniger Gefahr, den die Tiere gefährdenden Frost erst in den Boden zu bekommen.

Roland Heinrich

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