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Schkeuditz Neue Ausstellungsstücke erzählen Geschichten
Region Schkeuditz Neue Ausstellungsstücke erzählen Geschichten
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00:24 06.01.2016
Ein Theaterplakat aus dem Jahr 1897 ist jetzt neu im Bestand. Quelle: Copyright: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Am vorletzten Tag des alten Jahres zählte das Schkeuditzer Stadtmuseum noch einmal so viele Besucher wie selten im Jahr. Grund war eine Veranstaltung, zu der Museumsleiter Hans Neubert am 30. Dezember eingeladen hatte. Die Eingänge, die 2015 neu in das Museumsarchiv gefunden haben, wurden vom Historiker präsentiert und diejenigen, die für diese neuen Archivalien gesorgt hatten, waren gekommen.

„Unsere Aufgabe ist es, Dokumente, Fotos oder Objekte zu sammeln, die im Zusammenhang mit der Schkeuditzer Stadtgeschichte stehen“, erklärte Neubert. Doch es seien nicht nur die Objekte, die wichtig für das Museum sind, sondern vor allem auch die Geschichten oder Anekdoten, die mit Ihnen verbunden sind. 35 Eingänge konnten 2015 in den Akten erfasst werden, während es sich bei einigen um Konvolute handelte. So habe das Museum eine ganze Kiste, gefüllt mit Fotos vom ehemaligen Bergmannswohl-Personal, erhalten. „Gerade diese Dokumente schließen im Museumsbestand eine Lücke“, meinte Neubert erfreut.

Auch ein Ölbild, Lehrbücher, mit denen ein Lehrer in Schkeuditz seinen Unterricht bestritt oder ein Buch, das in einem von einst fünf Schkeuditzer Verlagen entstanden ist, kamen neu zum Museumsbestand hinzu. „Dass es im MAB eine Sektion Schiffs- und Flug-Modellbau gab, das wussten wir. Jetzt haben wir auch ein Objekt, das dies zeigt“, sagte der Museumsleiter mit Hinweis auf ein neues Schild.

Ebenfalls in der kleinen Ausstellung zu sehen: Ein Kompass, den ein amerikanischer Soldat am Ende des Zweiten Weltkrieges im Auwald bei Kleinliebenau verloren haben muss. „Zumindest ist er dort gefunden worden“, sagte Museumsleiter Neubert. Und was nun gerahmt an der Wand im Museum hängt, ist in den meisten Haushalten wohl nur noch zum Ausstopfen nasser Schuhe verwendet worden, meinte er. Jetzt aber kann das Museum ein Theaterplakat von 1897 zu „Das Barfüßle oder Die beiden Waisen“ im Bestand listen.

Ein Neuzugang, den Museumschef Neubert vor den geladenen Spendern am Mittwoch nicht erwähnte, hat innerhalb des Museums keinen Platz gefunden: Eichenstämme, die zu Balken bearbeitet einst die Mittelbrücke getragen haben, liegen jetzt im Hof des Museums. Noch weiß Neubert nicht, wie er sie präsentieren wird. Doch eine Idee wird 2016 kommen, da ist er sicher.

Von Roland Heinrich

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