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Neue Brücke über die Weiße Elster

Neue Brücke über die Weiße Elster

Die seit DDR-Zeiten als Langzeitprovisorium existierende Schkeuditzer Mittelbrücke über die Weiße Elster hat bald ausgedient. Denn der dringend sanierungsbedürftige Bau soll 2014 durch einen Neubau ersetzt werden.

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Noch wird diese Schkeuditzer Brücke über die Weiße Elster von etwas mehr als nur Rost zusammengehalten. Aber der Handlungsbedarf an diesem maroden Bauwerk ist offensichtlich. Verwaltung und Stadträte entschieden sich jetzt für einen kompletten Neubau links neben der Brücke.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Wie das konkret aussehen soll, beschloss am Dienstagabend der Technische Ausschuss.

Ja, sie hält noch, mag manch Fußgänger und Radfahrer nach dem Passieren der über 30 Meter langen Brücke erleichtert denken. Nicht nur weil der Rost fast jeden Zentimeter der Stahlfachwerkkonstruktion erobert hat, sondern auch, weil der schadhafte Holzbelag nicht gerade besonders vertrauenserweckend daher kommt. Als "dringend instandsetzungsbedürftig" wird das Gebilde von Experten eingeschätzt, was die Stadtverwaltung wiederum unter Zugzwang setzte. Schon im Bericht der Hauptprüfung aus dem Jahr 2010 wird die Brücke auf einer Skala von 1 bis 5 mit 3,5 bewertet.

Nun soll nächstes Jahr als Ersatz eine Trog-Fachwerk-Aluminiumkonstruktion nicht nur wie jetzt Fuß- und Radverkehr ermöglichen, sondern auch für Havarie- und Rettungsdienst mit Pkw oder Transportern geeignet sein. Die Stadträte stimmten dieser Variante einstimmig zu. Die geschätzten Baukosten liegen bei 294 000 Euro, wovon die Stadt allerdings den geringsten Teil zahlen muss. Denn der Freistaat gibt 85 Prozent Fördermittel dazu, informierte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). So kommt neben dem unbestrittenen baulichen Handlungsdruck auch noch die süße Verlockung hinzu, mit vergleichsweise wenig Geld ein neues und vielseitiger nutzbares Bauwerk errichten zu können.

Für die Umsetzung standen mehrere Varianten zur Diskussion, die noch einmal detailliert von Uwe Becker vorgestellt wurden. Er ist Geschäftsführer der Leipziger Ingenieurgesellschaft-Filiale der in Henstedt-Ulzburg ansässigen Böger + Jäckle Gruppe. Möglich wäre auch eine neue Brücke auf den alten Widerlagern gewesen, oder eine neue daneben, aber ohne Tauglichkeit für Havariefahrzeuge. Diese Varianten überzeugten nicht. Becker und Enke wiesen aber auf ein noch finanzielles Risiko hin, was den jetzt geplanten Bau einige tausend Euro verteuern könnte. Es steht nämlich noch nicht fest, ob die alten Widerlager der dann abgebrochenen Brücke vollständig ausgegraben und entsorgt werden müssen oder nur teilweise. Da haben am Ende auch die Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde das letzte Wort, denn die Brücke wird im Naturschutzgebiet errichtet.

Die Brücke verbindet die Straße "Am Wasserwerk" mit der Straße "An der Mittelbrücke", in der sich sieben genutzte Grundstücke befinden. Deren Besitzer werden die neu geplante Brücke mit Autos nicht nutzen dürfen. Höhere Anforderungen an die Sicherheit für öffentlichen Verkehr würden die Kosten auf über 600 000 Euro in die Höhe schnellen lassen. Die Anlieger müssen auch künftig wie bisher über einen Wald-/Feldweg von der B 186 aus zu ihren Grundstücken fahren.

Bis Ende September soll nun die Genehmigungsplanung vorliegen, damit im Oktober 2013 der Fördermittelantrag gestellt werden kann. In Abhängigkeit vom Bescheid soll dann nächstes Jahr weiter geplant und das Projekt umgesetzt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2013

Olaf Barth

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