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Schkeuditz Neue Digitaltechnik in Altscherbitz
Region Schkeuditz Neue Digitaltechnik in Altscherbitz
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15:26 19.05.2015
Thomas Vetter Quelle: Roland Heinrich

Das dabei durchgeführte Verfahren ist europaweit bisher einmalig.

"Für ein neues Gerät hätten wir einen Kran einsetzen und eine Wand rausreißen müssen", sagte Thomas Vetter, Chefarzt der Neurologie und Ärztlicher Leiter im SKH. Dies war jedoch nicht nötig: "Wir haben die Technik, die um den Magneten verbaut ist, entfernt. Der Magnet selbst ist ja verschleißfrei und blieb erhalten", erklärte Christian Dehne, Manager bei Philips. "Dann wurde um den Magneten die neue Technik herumgebaut", ergänzte er. Etwa vier Wochen habe die Aufrüstung gedauert. Der jetzige MRT sei in der Qualität um 40 Prozent besser, als herkömmliche Geräte. Nur ein weiteres Gerät in dieser Güte gebe es in Nordsachsen.

Seit Ende 2004 bietet das SKH das gesamte Spektrum der bildgebenden Diagnostik für stationäre und seit Mai 2006 auch für ambulante Patienten an. Im vergangenen Jahr wurde mit der Umstellung der Systeme auf volldigitale Technologie begonnen. Den Anfang machte das Röntgengerät, da jenes Verfahren das am häufigsten angewandte sei. "Für das Röntgengerät haben wir allein etwa 380 000 Euro ausgegeben. Insgesamt hat die Umrüstung der Radiologie etwa 1,8 Millionen Euro gekostet, die wir aus Eigenmitteln erbracht haben", informierte der Verwaltungsdirektor des SKH, Manfred Lori. Im Oktober letzten Jahres wurde das CT auf den neuesten Stand gebracht. Mit der Digitalisierung des MRT wurde die "Runderneuerung" der Radiologie am Mittwoch erfolgreich abgeschlossen.

"Der Wettbewerb in der Medizin gewinnt zunehmend an Bedeutung und nähert sich den Bedingungen, die in der Industrie vorherrschen", meinte Vetter. Dies bringe mit Blick auf die Bedingungen für den Patienten einige Vorteile. Nachteile des Wettbewerbs seien aber, dass Patienten zu Stückzahlen werden und der Blick auf die Optimierung von Einnahmen zunehme. "Hier haben wir eine große Verantwortung. Der Fokus muss auf die Belange der Patienten gerichtet bleiben", betonte Vetter.

Dass der Patient von der neuen Technik profitiert, dafür sorge am MRT ein neues Lichtkonzept. "Nicht wenige haben Beklemmungen, wenn sie in die 'Röhre' geschoben werden. Durch mehr Licht wird das etwas gemildert", meinte Dehne. Der Physiker möchte nun auch andere Krankenhäuser zur schnelleren, kostensparenden und Ressourcen schonenden Umrüstung bewegen. Philips habe in Sachsen und Thüringen 45 MRTs stehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.11.2013
Roland Heinrich

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