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Schkeuditz Neue Halle erhält ziegelrote Platten
Region Schkeuditz Neue Halle erhält ziegelrote Platten
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16:05 19.05.2015
TSG-Chef Jörg Müller zeigt mittels einer kleinen Musterplatte, welchen Farbton der hinter ihm liegende Betonvorbau sowie rundherum die neue Drei-Feld-Turnhalle Halle im unteren Bereich erhalten wird. Die Sportler waren in die Planungen für die neue Schulsporthalle von Beginn an mit einbezogen. Quelle: Olaf Barth

Die Betonflächen im unteren Bereich der Halle sollen mit ziegelroten Eternitplatten verkleidet werden.

Während die oberen Außenwände in Weiß erstrahlen, standen für die unteren Betonelemente am Ende anthrazit und ziegelrot zur Auswahl. Die Stadträte folgten nun einstimmig dem Verwaltungsvorschlag für die Verwendung der ziegelroten Eternitplatten und legten nun die Außengestaltung des fast 4,2 Millionen Euro teure Neubaus fest. Eigentlich stand auch noch mehr das von Rayan Abdullah, Professor für Typografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, entworfene Corporate Idenditiy (CI) der Stadt zur Diskussion. Etwa ein rot-gelber Bau mit Streifen in Blau (für Sport) und grün (für Bildung). Heftig, so hört man, sei bei zwei Treffen darüber diskutiert worden. "Wie sich zeigt, haben sich die Diskussionen im Vorfeld gelohnt", sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) etwas überrascht, als die im Technischen Ausschuss vorgestellte Ziegelrot-Variante doch recht kurz und schmerzlos einstimmig beschlossen wurde.

Von Anfang an mit einbezogen in die Planungen für die neue Halle waren Schkeuditz' Sportvereine. Sowohl in den Sitzungen des Sportbeirates mit Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki, als auch bei einer Besichtigungstour in die Eilenburger Sporthalle seien die Meinungen der künftigen Nutzer gefragt gewesen, bekräftigte gestern Jörg Müller. "Das war Bürgermeister Lothar Dornbusch sehr wichtig", lobte er. Müller ist der Vorsitzende des mit rund 630 Mitgliedern größten Schkeuditzer Sportvereins. Unter dem Dach der TSG finden sich 15 Sportarten. Nutzen werden die Halle aber nur Volleyballer, Freizeit- und Gesundheitssportler. "Vielleicht auch die Handballer, wenn es mal nordsächsische Derbys gibt, aber trainiert wird weiter in der Goethestraße", sagte Müller.

Die ziegelrote Verkleidung im unteren Bereich sei auch seine favorisierte Variante gewesen. "Man kann nicht jedes Gebäude streng nach dem CI gestalten. Wir haben jetzt eine vernünftige Lösung, der Baukörper passt sich wunderbar an das Gymnasium an", ist sich Müller sicher. Als "ideal" bezeichnete auch Stadtrat Rainer Haase (FDP) das Ziegelrot, weil es als städtisches Wiedererkennungsmerkmal mit dem Bürgeramt korrespondiere. Auch deshalb sieht Enke das CI der Stadt gewahrt. Das Weiß mit dem Ziegelrot sei eine gute Lösung. Diese könnte auf der Nordseite entlang der Bergbreite noch erweitert werden. Denn dort sollen Sport-Piktogramme aufgetragen werden. "Eine Sprungdisziplin, Volleyball oder Handball, das müssen wir noch entscheiden", sagte Müller auf die Frage, welche Silhouette sein Verein beitragen möchte. Denn für diese Verzierung sollen Sportler der verschiedenen Vereine fotografiert werden.

Doch vor allem bei der Innengestaltung war den Vereinen das Mitreden wichtig: "Wir haben für mehr Funktionsräume plädiert, hatten Einfluss auf die Belegung der Geräteräume. Wir wissen auch am Besten, welche Linien wir brauchen. Für den Boden haben wir eine hellgraue Farbe vorgeschlagen, die hebt sich vom dunklen Boden für die Besucher deutlich ab. Außerdem wird die Halle helle, naturholzfarbene Prallwände erhalten. Und die Bestuhlung wird in zwei Blöcken schwarz und in der Mitte gelb sein. Das sind die Farben, mit denen sich viele Schkeuditzer Vereine identifizieren", beschreibt Müller die Innengestaltung. Nun hoffe er, dass die Halle wie geplant nach den Winterferien im Februar in Betrieb gehen kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2013

Olaf Barth

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