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Neue Radwege? - Fehlanzeige

Neue Radwege? - Fehlanzeige

"In Schkeuditz wird in Sachen Radwegebau nichts geschehen. Laut Staatsregierung plant der Freistaat, bis 2016 keine eigenen Radwege an Bundes- oder Staatsstraßen etwa in Oschatz und Umgebung zu bauen", teilte Eva Jähnigen, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, jetzt mit.

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Auf der B 186 bei Schkeuditz geht es oft sehr eng zu. Platz für Fahrradfahrer bleibt da nicht mehr übrig.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Im gesamten Landkreis Nordsachsen sollen in den nächsten drei Jahren an den Straßen nicht einmal zwei Kilometer Radwege gebaut werden. Dies gehe aus einer Antwort der Staatsregierung hervor, die Jähnigen auf eine Kleine Anfrage zu Radwegausbau und -planung im Landkreis Nordsachsen erhalten hat. Demnach handelt es sich bei den Radwege-Projekten um die B 183 östlich von Pressel, um die B 182 südlich von Torgau und die S 11 nördlich von Eilenburg.

Die Antworten von Staatsminister Sven Morlok (FDP) seien gelinde gesagt enttäuschend, meinte Jähnigen, die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion ist. "Denn in der Radverkehrskonzeption des Freistaates 'SachsenNetzRad' sind für den Landkreis Nordsachsen 82 Kilometer neue Radwege vorgesehen", begründete sie.

Laut Morlok gebe es vier weitere kommunale Radwegebauten, die vom Wirtschaftsministerium im Landkreis Nordsachsen gefördert werden. Dabei gebe es auch ein Projekt in Schkeuditz, bei dem die Stadt von 42 000 Euro Gesamtkosten knapp 27 000 Euro vom Freistaat gefördert bekommt. "Das war es dann aber schon. Weder die fehlenden Radwege an der B 186 von Dölzig nach Schkeuditz, an der S 1 zwischen Grebehna und Gerbisdorf oder zwischen Wolteritz und Lemsel sollen bis 2016 gefördert werden. Was die Staatsregierung hier plant, ist ein schlechter Witz", sagte Jähnigen. Die von Nordsachsen erstellte Radverkehrskonzeption zur Verbesserung des Radverkehrs sehe noch etliche weitere wichtige Radwege vor. An ihren Bau sei ohne Unterstützung durch den Freistaat jedoch nicht zu denken.

Dass es mit dem Bau der B 186 zwischen dem Elster-Saale Kanal und der Kreuzung nach Kleinliebenau noch dauern wird, bestätigte der LVZ jetzt auch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Wie berichtet, soll jener B 186-Bereich im Verlauf geändert und dadurch sicherer werden. Im Zuge dieses Umbaus soll ein auch ein Radweg entstehen, der von den Dölzigern und Kleinliebenauern dringend ersehnt wird. Wie Isabel Siebert vom Lasuv jetzt mitteilte, hat sich am Stand der B 186-Planungen aus dem Jahr 2013 nichts geändert: "Aber terminlich hat es leider Verzögerungen gegeben. Nunmehr werden wir erst im Herbst dieses Jahres die Anhörungsunterlagen fertigstellen können." Sie meinte jene Unterlagen, die die Träger öffentlicher Belange zur Stellungnahme vorgelegt bekommen sollen. Bis zum 1. Quartal dieses Jahres sollten die eigentlich fertig sein. Die Frage nach einem vorzeitigen, separaten Radwegebau ist vom Lasuv mit der Begründung, den gleichen Aufwand betreiben zu müssen, bereits abgelehnt worden.

"So kann der Sanierungsstau im Bereich Radverkehr nie aufgelöst werden", kritisierte Jähnigen. Es werde Zeit, dass das Thema Radverkehr ernst genommen wird und, dass im Doppelhaushalt 2015/16 die für den Ausbau notwendigen personellen und finanziellen Mittel bereitgestellt werden. "Sollte die Staatsregierung in ihrem bisherigen Tempo weiter planen, kann man sich leicht ausmalen, wie lange es dauern wird, wenigstens die Konzeption 'SachsenNetzRad' umzusetzen - von der Radverkehrskonzeption Nordsachsen ganz zu schweigen", meinte Jähnigen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2014
Roland Heinrich

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