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Neue Übungscontainer am Fire-Training-Center offiziell eröffnet

Neue Übungscontainer am Fire-Training-Center offiziell eröffnet

Feuerwehrkollegen aus Leipzig, aus Dresden und aus Halle waren gestern gekommen, als am "Fire-Training-Center" des Flughafens Leipzig/Halle eine neue Übungsstrecke für Feuerwehren offiziell eröffnet wurde.

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Heiß: Übungsleiter Matthias Riedel (links) zeigt seinen Schützlingen nach dem Training, wie heiß die Kleidung geworden ist.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Eine sogenannte Wärmegewöhnungsanlage gehört jetzt zu den verschiedenen festinstallierten oder mobilen Trainings-Stationen. Was in der Bezeichnung harmlos klingt - wer gewöhnt sich nicht gern an Wärme? -, stellt sich beim Vor-Ort-Termin als harte Trainings-Nuss für die Kameraden heraus.

"In den Containern herrschen 60 bis zu 800 Grad", sagte der Leiter der Flughafenfeuerwehr Florian Funke. Unterschiedliche Hitzezonen werden in den insgesamt drei Containern durchlaufen. Begonnen wird mit einer kleinen Hindernisstrecke, bei denen die Kameraden in Schutzkleidung und unter Atemschutzmaske vom Boden unter die Containerdecke kriechen müssen, erklärte Übungsleiter Matthias Riedel. Er begleitet die pro Trainingslauf drei Feuerwehrleute durch die Übungsstrecke. Dabei steht er per Funk permanent mit Matthias Richter im Kontakt, der von Außen im Notfall eingreifen kann. "Die Temperaturen sind eine Belastung. An verschiedenen Punkten auf der Strecke überprüft mein Kollege den Zustand seiner Schützlinge", erklärt der seit drei Jahren bei der Flughafenfeuerwehr Beschäftigte. Seit einem Jahr gehört er zum Trainerkreis.

Doch nicht nur die Temperatur macht den Übenden zu schaffen. Der Rauch, der an der Holz-Feuerstelle im Container entsteht, wird nicht abgeleitet, sondern bleibt im Inneren. "Wenn hier richtig angeheizt ist, sieht keiner mehr etwas", sagte Riedel. Auch, dass die Feuerwehrleute vor dem Trainingslauf nicht in den Container dürfen, erwähnt er. "Es soll ein unbekanntes Gelände sein. Wer kennt im Ernstfall schon die Wohnung, in der es brennt", erklärte der Übungsleiter.

"Mit dem mobilen Brandcontainer haben wir zwar eine Möglichkeit, den Wärmeeindruck zu vermitteln. Da sitzen die Kameraden aber nur drin. In der neuen Anlage müssen sie, wie auch beim realen Einsatz, körperlich aktiv werden", erklärte Funke. "Die Wärmegewöhnungsanlage sollte zur Ausbilungspflicht gehören", ergänzte er.

Rund 35 000 Euro hat der Flughafen für die neue Anlage investiert. "Der Airport hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und entwickelt sich weiter. Wir haben mit unserem Haupt-Kunden DHL nach dessen Ausbau demnächst das weltgrößte Drehkreuz. Auch die Passagierzahlen wachsen bei uns über dem deutschen Durchschnitt", sagte Flughafenchef Dierk Näther. Damit stiegen auch die Anforderungen an die Flughafenfeuerwehr. Im 2010 eröffneten "Fire-Training-Center" werden die eigenen aber auch fremde Wehren qualifiziert. "Noch haben wir mit der Boeing-747-Attrappe ein deutschlandweit einmaliges Übungsgerät", sagte Funke und ergänzte, dass in München gerade ebenfalls eine Attrappe gebaut werde.

Neidvoll wird Funke von Feuerwehrkollegen gefragt, was er jetzt noch benötige, er habe ja jetzt schon alles. "Ich könnte mir ein Tauchbecken gut vorstellen", scherzt der in Bezug auf das Durchlaufen der neuen Trainingseinheit. Bei der wird es im letzten Teil noch einmal richtig heiß: "Das Feuer wird gelöscht. Dabei entsteht feiner Wassernebel, der die Wärme durch die Kleidung auf die Haut transportiert", erklärte Richter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.09.2014
Roland Heinrich

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