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Schkeuditz Neuer Hort muss mit Akustik-Elementen nachgerüstet werden
Region Schkeuditz Neuer Hort muss mit Akustik-Elementen nachgerüstet werden
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06:00 06.04.2010
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Schkeuditz

Jetzt muss nachgerüstet werden.

„Nach der Inbetriebnahme wurde festgestellt, dass die Nachhallzeiten zu lang sind“, bestätigte unlängst auch Bauamtsleiter Wolfgang Walter. Da kann der einen oder anderen Erzieherin am Abend schon mal der Schädel brummen. Und auch für die tobenden Kinder selbst ist dies kein angenehmer Zustand. Deshalb soll die Einrichtung in den geannten Bereichen mit schallschluckenden Elementen nachgerüstet werden (wir berichteten). Während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses gab es dazu allerdings kritische Nachfragen. Denn die Nachrüstung des 2,9 Millionen Euro teuren Neubaus soll rund 35000 Euro kosten, was einige der im Ausschuss vertretenen Stadträte nicht einfach durchwinken wollten. Unter anderem wurde von Lothar Dornbusch (Freie Wähler) die Frage nach Planungsfehlern in den Raum gestellt. Schließlich habe man gewusst, dass das DRK als Träger ein offenes Konzept umsetze und somit bei offenen Türen den ganzen Hort nutze und nicht nur die Zimmer. Doch sowohl Vertreter der Stadtverwaltung als auch ein anwesender Akustiker wollten in dem Fall nicht von einem Planungsfehler sprechen. „Auch in anderen Einrichtungen wie in Glesien oder Dölzig gibt es Akustik-Probleme“, sagte etwa Oberbürgermeiser Jörg Enke (Freie Wähler). Das Geld für die Nachrüstung des Schkeuditzer Hortes soll aus einem in Aussicht gestellten juristischen Vergleich kommen. Denn die Stadt liegt im Streit mit einer Firma, die am Rohbau beteiligt und erst mit Verzögerungen fertig geworden war. Da das Geld aus Mitteln für den Hort stammt, könne es nicht einfach für andere Projekte ausgegeben werden, wehrt Walter entsprechende Ideen einiger Stadträte ab. Für die Nachrüstung soll es nun eine sogenannte Funktionalausschreibung geben. Ziel ist, die Lautstärke um 30 bis 40 Prozent zu senken. Dazu müssten an Decken und Wänden schallschluckende Elemente aus bestimmten, hochwertigen Materialien angebracht werden. Und die seien nun mal nicht billig, erklärte der Akustiker.

Olaf Barth

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