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Schkeuditz Neuer Sandstrand für Haynaer Ufer am Schladitzer See
Region Schkeuditz Neuer Sandstrand für Haynaer Ufer am Schladitzer See
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00:21 10.02.2018
Das Gesicht des Haynaer Strandes am Schladitzer See dürfte sich bis Ende des Jahres gehörig geändert haben. Quelle: Foto: LMBV
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Hayna

Je nach Wetterlage könnte ein Anbaden bei angenehmen Temperaturen am Haynaer Ufer des Schladitzer Sees in diesem Jahr ins Wasser fallen. Laut Plan der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) nämlich soll der Strand ab Ende Mai zur Baustelle werden. „Zurzeit wird die Ausschreibung vorbereitet“, sagte LMBV-Sprecherin Claudia Hermann.

Wasser- und Stadtwerke bauen ab März

Nachdem die Leipziger Wasserwerke (LW) und die Stadtwerke Schkeuditz ihre Baustarts im März mitteilten und konkrete Vorhaben benannten (die LVZ berichtete), informierte jetzt die LMBV zu ihren umfänglichen Planungen. Mit einer Pause im Sommer wird demnach bis zum Jahresende im Bereich des Haynaer Strandes gearbeitet beziehungsweise gebaut.

240 Meter Sandstrand entsteht

Auf einer Länge von etwa 240 Metern werde ein neuer Strand entstehen. „Dazu werden auf circa 20 Metern an Land und etwa 20 Metern im Wasser jeweils 25 Zentimeter Kies sowie 25 Zentimeter Sand aufgetragen“, erklärte Hermann. Die Bauzeit liege bei etwa sechs Wochen.

Badeverbot am Haynaer Ufer

Das Badeverbot in dieser Zeit ist zwar eigentlich keines. Eine Nutzung des bisherigen Strandbetriebes sei trotzdem nicht möglich, da es Lkw-Verkehr auf der Baustelle geben werde. „Die Baustelle wird mit Betreten-verboten-Schildern gekennzeichnet werden“, informierte die LMBV-Sprecherin. Zusätzlich zur Stranderneuerung soll auch eine Slipstelle für die Feuerwehr eingerichtet werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll es bis zum September keine weiteren Arbeiten im Strandbereich geben. Bei den Veranstaltungen an den Wochenenden auf der Bühne des Haynaer Strandvereins ist mit Einschränkungen durch das Baufeld zu rechnen, erwähnte Hermann.

Ab Mitte Mai sollen Straße und Parkplatz kommen

Bereits Mitte Mai dieses Jahres ist der geplante Baubeginn der LMBV an anderer Stelle des Areals. Für die Maßnahme zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards, wie es offiziell heißt, laufen zunächst archäologische Untersuchungen im Bereich des zukünftigen Parkplatzes. Die sollen in einem Zeitraum von circa sechs Wochen erfolgen, teilte Hermann mit. „Nach der Freigabe beginnt der Bau der Zufahrtsstraße und des Parkplatzes“, sagte sie. Die Zufahrtsstraße führe dabei auf einer Länge von etwa 120 Metern von der Südumfahrung des Schladitzer Sees in Richtung Haynaer Ufer. Am Ende der Zufahrtsstraße ist der neue Parkplatz vorgesehen. Geplant ist eine Bauzeit circa 14 Wochen.

368 Stellflächen aus Betonpflaster

Die Zufahrtsstraße werde mit einer Asphaltdecke versehen und gehöre wie die Strandgestaltung zu einem ersten Bauabschnitt. Auch der neue Parkplatz, der übrigens 368 Fahrzeugen einen Stellplatz bieten soll, sowie eine Bushaltestelle für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gehören dazu. „Die Fahrspuren werden aus Asphalt und die Stellflächen aus Betonpflaster hergestellt werden“, teilte Hermann von der LMBV mit.

Begrünung ab September

In einem zweiten Bauabschnitt geht es ebenfalls noch in diesem Jahr um die Freianlagen. Vorgesehen ist zum einen die Errichtung einer Promenade als barrierefreier Weg in Serpentinenform aus Asphalt. Weiterhin soll eine Treppenanlage zur Seebühne gebaut werden. Der Baubeginn ist laut LMBV-Sprecherin nach Abschluss der Kultursaison auf der Seebühne für etwa Ende September vorgesehen. Die Anpflanzung von Bäumen als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme sowie die Begrünung von Flächen sind im Herbst geplant. Bänke und Fahrradbügel beziehungsweise Fahrradständer werden außerdem installiert. „Das Bauende soll im Dezember dieses Jahres sein“, sagte Hermann.

Auch Verein hat noch (Bau-)Pläne

„Ich gehe nicht davon aus, dass wir mit großen Einschränkungen während des Kulturbetriebes zu rechnen haben“, sagte Philipp Sawatzke, Vorsitzender des Haynaer Strandvereins. Gleichzeitig gesteht er aber auch, noch keinen Kontakt mit der LMBV gehabt zu haben. Auch das Ausmaß der geplanten Arbeiten sei ihm nicht bis ins letzte Detail bekannt. „Wir werden sehen, was auf uns zukommt. Wenn die Umfänge der Arbeiten so stimmen, wäre das natürlich fantastisch“, meinte er. Auch der Verein plane, noch Bau-Vorhaben umzusetzen. Aber wohl nicht in diesem Jahr.

Von Roland Heinrich

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