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Schkeuditz Neues Konzept gegen Leerstand
Region Schkeuditz Neues Konzept gegen Leerstand
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06:00 09.09.2010
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Schkeuditz

Dieses Modell ist nun erstmalig auch in Schkeuditz zu finden.

Wer sich in der Bahnhofstraße 30 einen Gewerbe- oder Wohnraum einrichten möchte, muss zunächst die Ärmel hochkrempeln. „Dafür ist er über fünf Jahre von der Miete befreit“, erklärt der Hauseigentümer Günter Schmid aus dem schwäbischen Überlingen.Gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki habe sich Schmid zusammengesetzt, um zu überlegen, was mit dem Haus am nördlichen Stadteingang passieren könnte. Mehrfach hat die Stadt bereits betont, die Bahnhofstraße attraktiver gestalten zu wollen. Eine Sanierung aus der Tasche des Eigentümers zu finanzieren, ist jedoch nicht möglich. „Ich werde in den nächsten Tagen 69 Jahre alt“, erwähnt der Besitzer. Jede Bank zeige bei der Frage nach einem Kredit in Richtung Stirn, sagt er. Ein Abriss des Hauses komme ebenfalls nicht in Frage. Das direkt an der Ampelkreuzung befindliche Gebäude fungiere als Lärmschutz für das dahinter liegende Haus mit der Pension „Zur Einkehr“, welches ebenfalls Schmid gehöre. So sei man auf die Lösung mit der Mieterbeteiligung gekommen.

„Das Haus ist komplett entkernt“, sagt Manuel Ulrich, der der Leipziger Ansprechpartner für Interessenten ist. Böden beziehungsweise Decken sind aber noch vorhanden. Beim Flughafen liege ein entsprechender Antrag für Lärmschutzfenster, informiert Ulrich. Gas-, Strom- und Wasseranschlüsse seien vorhanden, aus Sicherheitsgründen aber alle abgestellt worden, ergänzt Schmid. Die Etagen, von denen jede etwa 100 Quadratmeter Fläche biete, seien frei gestaltbar. „Ich dachte, dass sich im Erdgeschoss und in der ersten Etage eine Bank einmieten würde“, erwähnt Schmid damalige Pläne. Entsprechende Anträge, die dafür notwendig waren, seien gestellt worden und lägen bewilligt immer noch vor. Prinzipiell würde der Hauseigentümer ein Gewerbe in den unteren beiden Etagen auch bevorzugen. „Hier könnte jeder seriöse Geschäftsmann seine eigenen Vorstellungen verwirklichen“, scheint Schmid selbst begeistert von seinem Konzept.

Bei Sanierungen, die das ganze Haus betreffen – wie etwa die Heizungsanlage –, müssten sich die Interessenten jedoch an einen Tisch setzten. „Drei Wochen hängt das Schild am Haus und zwei Interessenten haben sich bei mir gemeldet“, berichtet Ulrich. Konkretes habe sich bisher noch nicht ergeben. Eine Maßgabe, wie viel ein zukünftiger Mieter zu investieren habe, gebe es nicht, betonen Schmid und Ulrich einhellig. Roland Heinrich

Roland Heinrich

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