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Schkeuditz Neues Wasser für die Papitzer Lachen
Region Schkeuditz Neues Wasser für die Papitzer Lachen
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14:50 19.05.2015
Das Wasser: Es gehört zum Auwald und zu den Papitzer Lachen bei Schkeuditz. Quelle: Michael Strohmeyer

Mit dabei ist auch das Naturschutzgebiet der Papitzer Lachen. Zu jenem Abschnitt hat das Projektteam "Lebendige Luppe" bei einem unlängst abgehaltenen Infoabend zu den Planungen berichtet.

Sabine Schlenkermann vom Naturschutzbund (Nabu) Sachsen ist im Projekt für die Baumaßnahmen in den Papitzer Lachen zuständig. Sie stellte den aktuellen Planungsstand sowie die weiteren Schritte und Schwierigkeiten vor. "Ziel unserer Maßnahmen ist der Schutz der auentypischen Flora und Fauna", sagte sie. Die sind, würde alles so bleiben, wie es ist, in Gefahr.

Die Papitzer Lachen südlich von Schkeuditz gehören zu den ökologisch wertvollsten Gebieten in der Region Leipzig. Bis in die 1970er Jahre wurde hier Lehm für die ansässigen Ziegeleien abgebaut. Die einstigen Lehmstiche füllten sich mit Wasser und wurden zu DDR-Zeiten vielfältig genutzt - von der Fischwirtschaft genauso wie als Badestrand mit Freikörperkultur. Heute haben sich die Lachen zu Lebensräumen für Amphibien und andere Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die als gefährdet auf der Roten Liste geführt werden.

Weil die als Hochwasserschutz in den 1930er Jahren gebaute Neue Luppe die ganze Gegend entwässert, sind diese Lebensräume in den Lachen aber bedroht. Nur mit Mühe und Pflege gelingt es, sie zu erhalten, worum sich seit vielen Jahren der Nabu kümmert. Ein künstlich geschaffener Zufluss aus der Weißen Elster speist die alten Lehmstiche seit Mitte der 1990er Jahre mit Wasser und verhindert so deren Austrocknung. Nicht immer funktionierte das ohne Querelen mit dem Landratsamt Nordsachsen (die LVZ berichtete).

Um künftig eine externe Wasserversorgung zu gewährleisten, wird im Projekt "Lebendige Luppe" das Einlassbauwerk erneuert. Außerdem ist geplant, alte, heute weitgehend ausgetrocknete Flussläufe im Gebiet zwischen Weißer Elster und Neuer Luppe wieder mit Wasser zu versorgen. So solle die Auenlandschaft hier erhalten bleiben. Schlenkermann erläuterte die gegenwärtig diskutierten Verlaufsvarianten des neu entstehenden Fließgewässers. "Dabei werden die alten Flussläufe genau untersucht, ebenso das Vorkommen verschiedener seltener Tier- und Pflanzenarten", informierte sie. "Unser Ziel ist es, mehr Wasser in die Aue zu bringen und die frühere Hochwasserdynamik zumindest teilweise wieder herzustellen", betonte Schlenkermann. Dieses Jahr wird aber - wie eigentlich geplant - noch nicht gebaut. Eine für die Planungen notwendige Machbarkeitsstudie ist noch nicht fertig, informierte das Projektteam gestern.

Infos zum Projekt gibt es im Internet unter www.lebendige-luppe.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2014
Roland Heinrich

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