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Neun Modelwitzer Häuser werden für 8,7 Millionen Euro saniert

Wohnviertel „St. Albanum“ bis Mitte 2018 fertig Neun Modelwitzer Häuser werden für 8,7 Millionen Euro saniert

In drei Bauabschnitten soll der Gebäudekomplex an der Äußeren Leipziger und der Modelwitzer Straße saniert werden. Insgesamt werden dafür rund 8,7 Millionen Euro investiert. „Bis Mitte 2018 wollen wir mit allem fertig sein“, teilte der Geschäftsführer der Immoinvest Vertriebs GmbH, Axel von Saldern, aus Berlin mit.

Nach der Sanierung soll hier bis Mitte 2018 das Modelwitzer Wohnviertel „St. Albanum“ entstanden sein.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. In drei Bauabschnitten soll der Gebäudekomplex am Modelwitzer Kreisverkehr, an der Äußeren Leipziger und der Modelwitzer Straße, saniert werden. Insgesamt werden dafür rund 8,7 Millionen Euro investiert, teilte der Geschäftsführer der Immoinvest Vertriebs GmbH, Axel von Saldern, auf Anfrage der LVZ mit. „Bis Mitte 2018 wollen wir mit allem fertig sein“, sagte der Berliner Immobilienfachwirt. Die Hauptstädter arbeiten dabei mit der Leipziger Firma ACG Engineering GmbH zusammen, die vor Ort bereits mit der Entkernung des Wohnblockes an der Äußeren Leipziger Straße begonnen hat.

Die insgesamt neun Gebäude werden denkmalgerecht saniert, sagte von Saldern. „Es handelt sich zwar nicht um Einzeldenkmale“, wies Christin Schwarze von der Denkmalbehörde Nordsachsen hin. „Der Gebäudekomplex in seiner Gesamtheit steht aber unter Schutz“, erklärte sie. Von der Rentengutgesellschaft Merseburg seien die Häuser 1936/37 als sogenannte Volkswohnungen errichtet worden und würden als „markante Putzbauten“ im Verzeichnis geführt. Das etwa 215 Hektar große Gelände des ehemaligen Rittergutes Modelwitz, zu dem auch die Fläche gehört, auf welcher sich die Wohnblöcke befinden, hatte die Rentengutgesellschaft bereits 1912 erworben, wusste Stadtmuseumsleiter Hans Neubert zu berichten. Schlicht wegen damaligen Wohnungsmangels seien die Häuser errichtet worden.

Doch nicht nur der historische Aspekt – die Fenster der Hochparterre-Wohnungen bekommen zum Beispiel wieder außenliegende Fensterläden –, sondern auch höchste Energiemaßstäbe spielten bei der Sanierung eine Rolle. „Die Fenster werden dreifach verglast sein. Wir bauen Fußbodenheizungen ein. Es entstehen Energieeffizienzhäuser“, informierte der 47-jährige Geschäftsführer. Der Innenhof solle parkähnlich gestaltet werden und auch Stellflächen für Pkw erhalten. Ein dort bereits existierender Wall zu den nördlich am Grundstück verlaufenden Straßenbahngleisen werde aus Gründen des Lärmschutzes vergrößert und begrünt werden.

In den neun Gebäuden entstehen insgesamt 54 Wohnungen mit jeweils einem Balkon beziehungsweise einer Loggia. Etwa zur Hälfte werden es unmöblierte Zweiraum-Wohnungen mit 50 bis 55 Quadratmetern Wohnfläche werden“, informierte von Saldern. Die andere Hälfte der Wohnungen solle möbliert als Appartementwohnungen vermietet werden. Hier denkt der Immobilienfachwirt an die Arbeitskräfte großer Unternehmen in der Region, die zunächst nur kurzfristig mieten wollen, um eventuell einen anderen dauerhaften Wohnsitz zu suchen. Bei „kurzfristig“ meint der Berliner aber mindestens ein halbes Jahr. „Eine wochenweise Vermietung wird es nicht geben“, sagte von Saldern und begründete dies mit zu hohem Aufwand.

Das Wohnviertel „St. Albanum“ – so soll der Komplex heißen – scheint bei den Schkeuditzern durchaus begehrt zu sein: „Obwohl meine Telefonnummer erst seit drei Wochen auf einem Banner zu lesen ist, habe ich schon mehrere Anfragen. Auch die Arbeiter vor Ort wurden schon nach dem Fertigstellungstermin gefragt“, berichtete der Immobilienfachwirt. Die Hochparterre-Wohnungen seien besonders bei älteren Schkeuditzern begehrt. Auf ortsansässige Interessenten habe man es bei den Wohnungen durchaus auch abgesehen. Bezahlbare Wohnungen mit gehobenem Standard sollten entstehen. Dabei gebe die Immoinvest an die Hauskauf-Interessenten, die hauptsächlich Kapitalanleger seien und ebenfalls Schlange stünden, Mieterwartungen von 7,50 Euro pro Quadratmeter weiter – ein durchaus moderater Preis, wie von Saldern findet.

Übrigens: Der ehemalige Konsum, der als flacher Rundbau die beiden Wohnblöcke verbindet, soll ein Mieterbüro beziehungsweise eine Servicestelle für Anwohner des „St. Albanum“ werden. Die werde regelmäßig geöffnet sein.

www.immoinvest-vertrieb.de

Von Roland Heinrich

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