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Schkeuditz Noch einmal 250 Euro für Japans Opfer
Region Schkeuditz Noch einmal 250 Euro für Japans Opfer
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10:43 09.05.2011
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Schkeuditz

Für eine Spende bleibe, so gab Weickert zu, nichts mehr übrig. „Die Hallenmiete, das Aufstellen der Dixi-Klos, das verschlingt die ganzen Einnahmen.“

Zu einer wiederholten Spendenaktion für die Opfer der Japan-Katastrophe nämlich hatte sich auch Anja Maywald, die Organisatorin des Kinderflohmarktes „Alles fürs Kind“, in die historische Halle begeben und von Unternehmen, Händlern und Privatpersonen gestiftete Restbestände angeboten, die bei der Versteigerungsaktion in der Sonne nicht unter den Hammer kamen (LVZ berichtete). „Ich bin ganz zufrieden. Der Tisch ist fast leer und gestern und heute habe ich etwa 250 Euro eingenommen“, freute sie sich. Damit steige der Gesamterlös auf zirka 1500 Euro. „Ich selbst verdiene nichts und stehe quasi ehrenamtlich hier“, gesteht Maywald. Gleich heute werde sie die neuen Einnahmen zum Deutschen Roten Kreuz (DRK) in die Villa Kunterbunt bringen. Das DRK werde das Geld dann an das Japanische Rote Kreuz überweisen. Maywald überlegt, noch einmal am 4. Juni, wenn in Schkeuditz Kinderflohmarkt ist, spendewillige Käufer zu suchen.

„Das verschenke ich heute alles noch“, sagt Roland Meißner aus Bad Lauchstädt. Für mehr als 50 Euro hat Meißner Parfüm, Puzzels oder eine Vase gekauft. Die Nachbarskinder, der eigene Sohn, der Vater und seine Großmutter sollen von seinen Schnäppchen profitieren. „Und nebenbei hat man noch etwas für einen guten Zweck getan. Das ist doch obligatorisch“, sagt Meißner, der selbst Musikkassetten oder CDs anbietet und mit seinem fahrenden Unternehmen seit etwa 20 Jahren selbstständig ist. „Über 80 Prozent sind Rentner und die drehen immer öfter den Cent zweimal um. Das mittlere Alter oder die Jugend kommen doch nicht mehr auf Trödelmärkte“, schätzt Meißner ein. Die hätten das Internet. „Sollten die Rentner mal nicht mehr kommen, dann muss auch ich mir etwas anderes einfallen lassen“, gesteht Meißner und erwähnt, das sich für ihn eigentlich nur noch Volksfeste lohnen. Doch heute wird er erst mal die Nachbarskinder beglücken, sagt er schmunzelnd.

Roland Heinrich

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